Liebe Grüße und alles Gute auf dem Wege der Zeit – und vor allem wünsche ich natürlich Gesundheit.
♥️?️
Wir brauchen keine Waffengewalt. Für mich ist jede Partei, die kriegerische Gewalt und Waffen als immer
weiterführenden Weg unterstützt, schwer mit meinem Verständnis von Frieden und Gemeinschaft vereinbar. Wir brauchen andere Maßnahmen und neue Wege, um Konflikte zu überwinden und wieder zu einer
vernünftigen Gemeinschaft zu gelangen.
Wir sollten miteinander sprechen, verhandeln und nach Lösungen suchen, bevor immer neue Waffen und Gewalt
weitere Zerstörung, Leid und Spaltung hervorbringen.
Doch auch innerhalb unserer politischen und gesellschaftlichen Welt müssen wir unser Verhältnis zueinander
hinterfragen. Niemand sollte glauben, mehr wert zu sein als ein anderer. Wer sich über andere stellt und meint, allein ohne die anderen auskommen zu können, vergisst für mich einen wesentlichen
Bestandteil unseres Zusammenlebens:
Wir brauchen einander.
Das gilt in der Politik genauso wie in vielen anderen Bereichen unseres Lebens.
Wir brauchen wieder eine Gemeinschaft, die tiefer für das Leben selbst eintritt. Dabei sollten wir uns
fragen: Wie können wir trotz unserer unterschiedlichen Vorstellungen wieder ein besseres Miteinander schaffen? Wie gehen wir mit den vielen gesellschaftlichen Baustellen um? Und was können wir
verändern, damit aus Gegeneinander wieder mehr Miteinander entstehen kann?
Es geht nicht darum, dass alle Menschen dieselbe Meinung besitzen müssen. Es geht darum, trotz
unterschiedlicher Ansichten miteinander sprechen zu können, ohne einander herabzusetzen, auszugrenzen oder mit Gewalt zu begegnen.
Keine Waffen gegeneinander, sondern Worte miteinander. Keine Überhöhung des einen über den anderen,
sondern wieder mehr Verantwortung für die Gemeinschaft und für das Leben selbst. ??️♥️
In diesem Sinne wünsche ich allen alles erdenklich Gute zum Mittwoch, Gesundheit und einen
friedlichen Weg durch die Zeit. ??♥️?️
Solange Menschen dafür fertiggemacht werden, dass sie versuchen, Wildtieren zu helfen, bleibt das eine sehr
schwierige gesellschaftliche Situation. Umso verständlicher ist es, dass immer mehr Menschen darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, auch Wildtieren Unterstützung zukommen zu lassen. Diesen
Teil dürfen wir in unserer Gesellschaft nicht vergessen.
Tiere haben kein Geld und keine Möglichkeit, sich irgendwo Geld zu beschaffen, um damit ihren Lebensstandard
zu finanzieren. Für Menschen bedeutet Geld heute längst nicht mehr nur die Frage: „Wie viel besitzt man?“ Vielmehr entscheidet es darüber mit, wie man innerhalb unserer künstlich geschaffenen
gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen existieren und leben kann.
Wer genügend Geld zur Verfügung hat, muss sich über manche dieser Schwierigkeiten vielleicht weniger Gedanken
machen. Menschen, die finanziell immer weiter außen vor stehen, beschäftigt dagegen die Frage: Wie sollen sie unter diesen Bedingungen weiterleben und mit den Belastungen umgehen, die sie unmittelbar
betreffen?
Und genau deshalb möchte ich Menschen und Tiere nicht gegeneinanderstellen. Menschen können unter Ausgrenzung
und schwierigen Lebensbedingungen leiden – und auch Tiere leiden unter den Folgen unserer gesellschaftlichen Entscheidungen, unter verlorenen Lebensräumen und anderen Eingriffen.
Deshalb müssen wir Wege finden, beide mitzunehmen: Menschen und Tiere. Eine Gemeinschaft
sollte nicht danach fragen, welches Leben wichtiger ist, sondern danach, wie wir Leben schützen, unterstützen und ihm seinen notwendigen Raum geben können. ??️?♥️
Mir ist es vollkommen egal, wem Ausgrenzung auf die Füße fällt oder an welcher Stelle unserer Gesellschaft
sie stattfindet. Ob in der Arbeitswelt, gegenüber Menschen mit schweren Einschränkungen oder Behinderungen, aufgrund der Hautfarbe, der Herkunft oder anderer Lebenssituationen – Ausgrenzung bleibt
Ausgrenzung und sollte dort angesprochen werden, wo sie Menschen trifft.
Doch für mich endet dieser Gedanke nicht beim Menschen. Auch in der Tierwelt erleben wir Situationen, in
denen Tiere in unserer künstlich geschaffenen Welt immer weniger mitgenommen werden. Ihre natürlichen Lebensräume verändern sich oder verschwinden, und an vielen Stellen könnten Bedingungen
verbessert werden, damit Tiere wenigstens den notwendigen Schutz, eine angemessene Versorgung und einen respektvollen Umgang erfahren.
Gerade weil wir Menschen uns selbst als verstandesorientierte Wesen betrachten, sollten wir auch in der Lage
sein, unser eigenes Handeln gegenüber dem Leben immer wieder zu hinterfragen. Wir können erkennen, wenn etwas nicht gut funktioniert, und wir können versuchen, andere Wege
einzuschlagen.
Deswegen empfinde ich noch lange keinen Hass gegenüber anderen Menschen und werte auch niemanden aufgrund
einer anderen Meinung ab. Ganz im Gegenteil: Wenn ich eine Gesellschaft miteinander verbinden möchte, kann meine Antwort auf Ausgrenzung nicht darin bestehen, anschließend selbst andere Menschen
auszugrenzen. Dann würde aus einer Spaltung lediglich die nächste entstehen.
Wir müssen vielmehr dafür eintreten, dass unterschiedliche Schwierigkeiten überhaupt gesehen und verstanden
werden. Menschen, die sich für eine bessere Gemeinschaft einsetzen und Missstände ansprechen, tun dies nicht automatisch, weil sie etwas gegen andere Menschen haben. Oft melden sie sich gerade
deshalb zu Wort, weil sie Herabsetzungen, Erniedrigungen, Spaltungen oder Ausgrenzungen nicht einfach hinnehmen möchten.
Gleichzeitig sollten wir auch hinterfragen dürfen, warum Veränderungen manchmal abgewehrt werden und weshalb
es so schwierig sein kann, ein besseres gesellschaftliches Miteinander aufzubauen. Kritik sollte dabei jedoch niemals bedeuten, einen neuen Gegner zu erschaffen.
Deshalb sage ich immer wieder: Keine Waffen und keine Gewalt gegen andere. Sprecht miteinander.
Benutzt Worte, hört einander zu und versucht, eine andere gemeinsame Grundlage zu schaffen.
Es sollte nicht darum gehen, Menschen gegeneinanderzustellen. Es sollte darum gehen, Schwierigkeiten dort zu
erkennen, wo sie vorhanden sind, und gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, sie zu überwinden.
Denn am Ende sollte unser Ziel eine Gemeinschaft sein, die einen guten Weg in eine neue Zukunft findet –
nicht gegen andere, sondern miteinander und zur Überwindung der Schwierigkeiten, wo immer sie gerade bestehen. ?♥️?️
Wenn ich mich selbst dabei ertappe, anderen vorzuwerfen, dass sie sich immer weiter von den übrigen Menschen
und von der Gemeinschaft abgespalten haben, kommen auch bei mir Zweifel auf. Dann frage ich mich: Bin vielleicht ich es, die falsch denkt? Beurteile ich andere zu streng?
Gerade in solchen Augenblicken versuche ich, meinen Blick noch einmal neu auszurichten. Und dann stelle ich
mir eine ganz bestimmte Frage:
Wie hat Jesus Christus eigentlich gehandelt?
Hat er sich vor allem zu denen gestellt, die über andere herrschten? Hat er die Schwachen und Ausgegrenzten
dazu aufgefordert, sich einfach unterzuordnen, ihre Last schweigend zu tragen und nichts zu hinterfragen?
Oder hat er gerade denjenigen eine Stimme gegeben, die gesellschaftlich wenig galten? Hat er ihnen
beigestanden? Hat er nicht immer wieder den Blick auf die Geringen, die Armen, die Kranken und diejenigen gerichtet, die von anderen an den Rand gestellt wurden?
Hat Jesus gesagt: „Ihr Geringeren müsst eben unter der Last der anderen zusammenbrechen“?
Oder hat er vielmehr diejenigen zum Umdenken und zur Umkehr aufgefordert, die ihren gesellschaftlichen,
religiösen oder wirtschaftlichen Platz dazu benutzten, sich über andere Menschen zu stellen?
Genau diese Fragen stelle ich mir, wenn ich an meiner eigenen Haltung zweifle.
Und dann schaue ich auch auf andere Menschen in der Geschichte, die sich für eine bessere Gemeinschaft
eingesetzt haben. Wo standen sie? Wem gaben sie ihre Stimme? Und was taten sie, wenn Menschen ausgegrenzt, erniedrigt oder ihrer Möglichkeiten beraubt wurden?
Dabei bedeutet Kritik für mich nicht Hass.
Ich muss keinen Menschen hassen, um sein Handeln infrage stellen zu dürfen. Ich muss niemanden als
Menschen ablehnen, um sagen zu können: Hier läuft etwas falsch.
Auch jemand, der selbst einen guten gesellschaftlichen Platz besitzt, kann sich entscheiden, seine
Möglichkeiten für andere einzusetzen. Darum möchte ich Menschen nicht einfach danach einteilen, ob sie oben oder unten stehen. Ich möchte danach fragen, was sie aus ihrem Platz
machen.
Wenn ich also wieder einmal an mir selbst zweifle und mich frage, ob mein Einsatz gegen Ausgrenzung falsch
sein könnte, kehre ich zu diesen Fragen zurück:
Wo stand Jesus Christus?
Wem reichte er die Hand?
Wen stellte er wieder in die Gemeinschaft?
Und wen forderte er zur Umkehr auf?
Mussten die Schwächsten erst noch schwächer werden und sich verändern?
Oder mussten gerade diejenigen ihr Handeln überdenken, die andere mit schweren Lasten belasteten und sich
selbst über sie erhoben?
Diese Fragen helfen mir, meinen eigenen Weg immer wieder zu überprüfen. Nicht, damit ich mich selbst für
unfehlbar halte. Im Gegenteil: Auch ich muss bereit sein, mich zu hinterfragen und meine Haltung zu korrigieren, wenn ich einem anderen Menschen Unrecht tue.
Aber Selbstzweifel dürfen auch nicht dazu führen, dass ich schweige, sobald ich Ausgrenzung oder
Ungerechtigkeit wahrnehme.
Denn für mich bedeutet Gemeinschaft nicht, alles widerspruchslos hinzunehmen. Gemeinschaft bedeutet auch,
einander darauf aufmerksam zu machen, wenn Menschen zurückgelassen werden.
Nicht Hass soll dabei meine Stimme führen, sondern die Frage, wie wir Menschen wieder zueinander und
zu einer Gemeinschaft bringen können, in der auch die Geringsten ihren Platz haben.
Und genau deshalb frage ich mich immer wieder:
Wo würde Jesus Christus stehen? ?️♥️?
Mir fällt auf, dass heute sehr häufig vom Herzen gesprochen wird. Menschen sagen, man solle
aus dem Herzen sprechen, auf sein Herz hören oder andere Menschen im Herzen erreichen. Dabei frage ich mich: Wie war das eigentlich früher?
Gerade im christlichen Glauben wurde und wird vom Heiligen Geist gesprochen. Der Heilige
Geist ist ein fester Bestandteil des christlichen Glaubens und der Dreifaltigkeit. Gleichzeitig gab es auch das Herz schon immer in der religiösen Sprache. Herz und Heiliger Geist sind also nicht
dasselbe und sollten deshalb auch nicht einfach gegeneinander ausgetauscht werden.
Genau an dieser Stelle beschäftigt mich die Veränderung unserer Sprache.
Früher wurde vieles auf eine bestimmte Art ausgesprochen, und mit der Zeit entstanden neue Begriffe und
Ausdrucksweisen. Das erleben wir beispielsweise auch bei der gendergerechten Sprache. Es gab und gibt die Möglichkeit, Frauen und Männer ausdrücklich zu nennen – beispielsweise „Erzieherinnen und
Erzieher“. Später kamen weitere Formen hinzu, weil sich manche Menschen durch die bisherigen Bezeichnungen nicht ausreichend angesprochen oder vertreten fühlten.
Ich frage mich deshalb grundsätzlich: Müssen wir bestehende Begriffe immer verändern oder ersetzen,
damit Menschen sich angesprochen fühlen? Oder können unterschiedliche Begriffe nebeneinander bestehen?
Diese Frage stelle ich auch beim Herzen und beim Geist.
Wenn ein Mensch im Geiste nicht erreicht wird, wird er dann automatisch im Herzen erreicht? Und wenn ich vom
Herzen spreche, habe ich damit bereits dasselbe gesagt wie mit dem Geist? Für mich sind das unterschiedliche Ebenen.
Das Herz kann für Liebe, Mitgefühl, Empfindung und innere Verbundenheit stehen. Der Geist kann für Denken,
Erkenntnis und geistige Auseinandersetzung stehen. Und der Heilige Geist hat innerhalb des christlichen Glaubens wiederum eine eigene religiöse Bedeutung.
Deshalb möchte ich diese Begriffe nicht einfach miteinander vermischen.
Vielleicht brauchen wir nicht immer neue Worte, um alte Worte verschwinden zu lassen. Vielleicht sollten wir
vielmehr versuchen zu verstehen, was die einzelnen Worte eigentlich bedeuten und weshalb Menschen sie verwenden.
Denn auch Sprache gehört zur Gemeinschaft. Sie verändert sich, weil Menschen sich verändern und weil Menschen
unterschiedlich wahrgenommen und angesprochen werden möchten. Trotzdem sollten wir aufpassen, dass wir beim Versuch, einen Menschen stärker einzubeziehen, nicht wiederum einen anderen Menschen
sprachlich außen vor lassen.
Für mich dürfen deshalb Herz und Geist nebeneinanderstehen. Und wer aus seinem christlichen
Glauben heraus vom Heiligen Geist spricht, sollte diesen Begriff genauso weiterhin verwenden können.
Denn entscheidend sollte am Ende nicht sein, welches einzelne Wort gerade modern geworden ist. Entscheidend
sollte sein, ob wir mit unseren Worten Menschen erreichen, miteinander sprechen und Gemeinschaft entstehen lassen.
Zwischen Himmel und Erde braucht das Leben sowohl Herz als auch Geist – und der Glaube darf weiterhin
seine eigene Sprache besitzen. ♥️?️?
Ja, meine Liebe, ich habe genau danach geschaut – und deine Erinnerung hat einen
richtigen Kern: In der Kirche wurde und wird ausdrücklich vom Heiligen Geist gesprochen. Das „Herz“ ist nicht erst neuerdings an seine
Stelle getreten.
Schon das christliche Glaubensbekenntnis spricht ausdrücklich vom Heiligen Geist. Im
katholischen Katechismus wird er als Teil der Dreifaltigkeit und als derjenige beschrieben, der in den Menschen und in der Kirche wirkt.
Auch wenn wir nur wenige Jahre zurückgehen, sieht man das sehr deutlich: Papst Franziskus
sprach 2021 davon, den Heiligen Geist anzurufen, damit er das Herz erwärme. 2023 bezeichnete er ausdrücklich den Heiligen Geist als die
Kraft, die die Kirche bewegt – und sprach im selben Zusammenhang davon, dass das Evangelium das Herz berührt und verwandelt.
Das heißt: Herz und Heiliger Geist standen in der kirchlichen Sprache
schon länger nebeneinander. Das Herz bezeichnet bildlich das menschliche Innere – Liebe, Gewissen, Empfinden, innere Entscheidung. Der Heilige Geist bezeichnet im christlichen Glauben
dagegen Gottes Geist. Ein schönes älteres Beispiel ist Papst Johannes Paul II.: Er schrieb bereits 1986 sinngemäß, dass der Weg der Kirche durch das Herz des Menschen gehe, weil dort die Begegnung
mit dem Heiligen Geist stattfinde.
Und sogar ganz aktuell wird der Begriff nicht aufgegeben: In einer katholischen Predigt von
2025 heißt es ausdrücklich „Komm, Heiliger Geist“, und anschließend wird erklärt, dass Gottes Geist auch das Herz des Menschen bewegt.
Also nein: Die Kirche hat nicht früher „Heiliger Geist“ gesagt und
diesen neuerdings durch „Herz“ ersetzt. Vielmehr gehören beide Begriffe seit Langem zur christlichen Sprache, aber sie bedeuten nicht dasselbe.
Deine Beobachtung kann trotzdem von etwas anderem kommen: In der
heutigen Alltagssprache hört man sehr häufig Formulierungen wie „Hör auf dein Herz“, „Sprich aus dem Herzen“ oder „Das Herz entscheidet“. Das ist eine allgemeinere,
auch nichtreligiöse Sprache. Wenn man dagegen ausdrücklich christlich-theologisch spricht, ist der Heilige Geist nach wie vor ein zentraler
Begriff.
Bitte übernehmt nicht einfach meine Gedanken, sondern prüft und bewertet sie selbst. Ihr seid einzigartige
Menschen, die auf ihre eigene Art wahrnehmen, empfinden und denken können.
Wenn ihr euch dem freien Geist öffnet, könnt ihr die göttliche Schöpfung auf eure eigene Weise erfahren.
Diese Schöpfung kann auf der Erde durch Religionen, Kirchen oder andere weltliche Einrichtungen vertreten werden – aber für ihre Existenz ist eine solche Vertretung nicht notwendig. Für mich besteht
die göttliche Schöpfung unabhängig davon, welche menschliche Institution sich auf sie beruft.
Lasst euch deshalb nicht allein von vorgegebenen Vorstellungen leiten. Öffnet euch dem freien Geist und
betrachtet die Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven.
Das menschliche Weltbild kann sich verändern. Vorstellungen, gesellschaftliche Systeme und vermeintliche
Gewissheiten haben sich in der Geschichte immer wieder verändert. Für meinen Glauben steht die göttliche Schöpfung jedoch über diesen von Menschen geschaffenen Ordnungen.
Ich möchte auch euren eigenen geistigen Gedanken nicht im Wege stehen. Ihr müsst nicht dasselbe erkennen wie
ich. Ihr müsst nicht dasselbe glauben wie ich. Und ihr müsst meine Gedanken nicht übernehmen, nur weil ihr sie auf meiner Seite lest.
Denkt selbst.
Das gilt nicht nur für meine Worte. Es gilt genauso für das Fernsehen, für Zeitungen, soziale Medien, das
Internet, Religionen, Politik und alle anderen Bereiche, aus denen Informationen und Vorstellungen auf uns einwirken.
Fragt euch selbst: Was wird mir hier gesagt? Warum wird es mir gesagt? Kann ich es überprüfen? Gibt es eine
andere Perspektive? Und was geschieht mit Menschen, die eine andere Auffassung vertreten?
Besonders aufmerksam sollten wir werden, wenn aus unterschiedlichen Auffassungen Spaltung entsteht und andere
Menschen dadurch als minderwertig dargestellt, beleidigt oder ausgegrenzt werden.
Eine Gemeinschaft sollte Unterschiede aushalten können, ohne Menschen deshalb ihre Würde
abzusprechen.
Und auch Gewohnheit ist für mich noch kein Beweis dafür, dass etwas richtig ist.
Nur weil unsere Eltern oder Großeltern bestimmte gesellschaftliche Vorstellungen übernommen haben, bedeutet
das nicht, dass wir sie unverändert übernehmen müssen. Gleichzeitig sollten wir frühere Generationen nicht pauschal verurteilen. Auch sie lebten unter den Bedingungen, Informationen und
gesellschaftlichen Vorstellungen ihrer jeweiligen Zeit.
Doch jede neue Generation besitzt die Möglichkeit, erneut Fragen zu stellen.
Was gestern selbstverständlich erschien, darf heute hinterfragt werden. Was heute selbstverständlich
erscheint, darf morgen ebenfalls hinterfragt werden.
Deshalb möchte ich euch nicht sagen: „Glaubt mir.“
Ich möchte euch vielmehr sagen:
Prüft auch mich. Hinterfragt auch meine Gedanken. Widersprecht mir, wenn ihr zu einer anderen
Erkenntnis gelangt.
Denn Freigeist bedeutet für mich nicht, eine alte vorgegebene Meinung einfach durch eine neue vorgegebene
Meinung zu ersetzen. Freigeist bedeutet, selbst denken zu dürfen, unterschiedliche Blickrichtungen zuzulassen und trotzdem die Gemeinschaft mit Menschen zu suchen, die zu anderen Ergebnissen
gelangen.
Wir müssen nicht alle dasselbe denken, um miteinander leben zu können.
Vielleicht beginnt wirkliche Gemeinschaft sogar genau dort: wo unterschiedliche Gedanken bestehen
dürfen, ohne dass daraus Herabsetzung, Hass oder Ausgrenzung entstehen müssen.
Denkt selbst. Prüft selbst. Hinterfragt selbst – Fernsehen, Medien, Internet, gesellschaftliche Gewohnheiten
und auch meine eigenen Worte.
Denn Gewohnheit bedeutet noch lange nicht Wahrheit, und eine eigene Erkenntnis kann nur entstehen,
wenn wir uns erlauben, selbst Fragen zu stellen. ???️♥️
Derjenige, der die größeren Möglichkeiten besitzt, kann vorangehen.
Und genauso sehe ich es bei Markenware und günstigerer Nicht-Markenware.
Gerade große und finanzstarke Markenunternehmen könnten die allerbesten Vorbilder sein. Sie könnten zeigen,
dass ein bekannter Name nicht nur für Werbung, hohe Verkaufspreise und einen glänzenden Auftritt steht, sondern ebenso für besonders gute Arbeitsbedingungen, sichere Produktionsstätten und eine faire
Bezahlung der Menschen, die diese Produkte herstellen.
Denn was bedeutet eine wertvolle Marke eigentlich?
Ist sie nur deshalb wertvoll, weil ihr Name auf einem Kleidungsstück steht und Menschen bereit sind, dafür
mehr Geld auszugeben? Oder könnte der wirkliche Wert einer Marke nicht gerade darin bestehen, dass sie sagt:
Bei uns soll nicht nur das Produkt einen hohen Wert besitzen – auch der Mensch, der es herstellt,
besitzt einen hohen Wert.
Der Einsturz des Rana-Plaza-Gebäudes in Bangladesch im Jahr 2013 hat auf erschreckende Weise sichtbar
gemacht, welche katastrophalen Folgen unsichere Bedingungen in der Textilproduktion haben können. Dabei waren die internationalen Lieferketten komplex, weshalb man nicht einfach behaupten sollte,
dort sei ausschließlich eine bestimmte Art von Ware für eine einzige Gruppe von Unternehmen hergestellt worden.
Genau deshalb geht mein Gedanke über einzelne Firmen hinaus.
Natürlich müssen auch Anbieter günstiger Produkte Verantwortung übernehmen. Ein niedriger Verkaufspreis darf
kein Freibrief für schlechte oder gefährliche Arbeitsbedingungen sein.
Aber ich richte meinen Blick besonders auf diejenigen, die sehr viel Geld, Einfluss und
wirtschaftliche Möglichkeiten besitzen. Denn wer mehr Möglichkeiten besitzt, kann oftmals auch mehr bewegen.
Deshalb wünsche ich mir, dass gerade große Markenunternehmen vorangehen.
Nicht nur größer und glänzender in der Werbung.
Nicht nur bekannter mit ihrem Namen.
Nicht nur teurer auf dem Preisschild.
Sondern größer in ihrer Verantwortung.
Sie könnten Vorbilder dafür werden, besonders gute Löhne zu ermöglichen, sichere Arbeitsbedingungen
durchzusetzen und ihre Lieferketten so zu gestalten und zu kontrollieren, dass Menschen nicht für unseren Konsum unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten müssen.
Das bedeutet für mich nicht, diejenigen aus ihrer Verantwortung zu entlassen, die weniger besitzen.
Verantwortung tragen wir alle entsprechend unseren Möglichkeiten.
Aber genau wie beim Rettungsschwimmer frage ich: Warum sollten ausgerechnet diejenigen warten, die
besonders gute Voraussetzungen besitzen, um voranzugehen?
Wer wirtschaftlich besonders stark ist, könnte diese Stärke dafür einsetzen, Veränderungen anzustoßen, an
denen sich anschließend andere orientieren können.
Denn am Ende sollte eine Marke nicht nur auf einem Etikett glänzen.
Sie sollte auch durch die Verantwortung glänzen, die sie für die Menschen übernimmt, deren Hände
diese Produkte herstellen. ??️♥️
-
In den Textilfabriken, über die wir gesprochen haben, wurde nicht ausschließlich teure Markenware hergestellt. Auch günstigere Produkte
gehörten zur Textilproduktion. Gerade deshalb möchte ich nicht so tun, als ließe sich die Verantwortung einfach nur einer einzigen Seite zuschieben.
Doch für mich gibt es noch eine andere Frage: Welche Verantwortung tragen diejenigen, die besonders große finanzielle
Möglichkeiten besitzen?
Ich vergleiche das mit einem Rettungsschwimmer. Ein Rettungsschwimmer verlangt von einem Menschen, der nicht richtig schwimmen kann,
nicht zuerst: „Du musst mich retten können, bevor ich dir helfe.“ Derjenige, der die besseren Möglichkeiten und Fähigkeiten besitzt, geht bei der Rettung voran.
So wünsche ich mir das auch in der Wirtschaft.
Gerade große und erfolgreiche Markenunternehmen sollten für mich Vorbilder sein. Eine Marke sollte nicht nur dadurch glänzen, dass ihr
Name bekannt ist, ihre Werbung besonders aufwendig erscheint oder ihre Produkte zu höheren Preisen verkauft werden.
Eine wirklich starke Marke könnte auch dadurch glänzen, dass die Menschen entlang ihrer Lieferketten besonders gute
Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung erhalten.
Wer besonders viel Geld zur Verfügung hat, besitzt häufig auch größere Möglichkeiten, Verbesserungen durchzusetzen. Deshalb erwarte ich
gerade von wirtschaftlich starken Unternehmen, dass sie Verantwortung nicht nach unten weiterreichen, sondern selbst vorangehen.
Der Einsturz des Rana-Plaza-Gebäudes in Bangladesch im Jahr 2013 hat auf erschreckende Weise gezeigt, welche Folgen gefährliche
Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie haben können. Dabei möchte ich die Verantwortung nicht vereinfachen und behaupten, dass dort ausschließlich für eine bestimmte Art von Unternehmen oder
Produkten gearbeitet wurde.
Mein Gedanke geht vielmehr darüber hinaus:
Wer besonders stark ist, sollte auch besonders stark darin sein, ein gutes Beispiel zu geben.
Wenn ein Unternehmen hohe Gewinne erzielt und für seine Produkte viel Geld verlangt, sollte sich seine Stärke für mich nicht nur an
Umsatz, Werbung und Bekanntheit zeigen. Sie sollte sich genauso darin zeigen, wie mit den Menschen umgegangen wird, die an der Herstellung beteiligt sind.
Das bedeutet nicht, dass günstigere Anbieter keine Verantwortung tragen. Verantwortung gilt für alle. Aber von denen,
die über besonders große finanzielle Möglichkeiten und großen Einfluss verfügen, darf man auch erwarten, dass sie besonders entschieden vorangehen.
Nicht nur nach außen glänzen, sondern nach innen und entlang der gesamten Lieferkette Verantwortung übernehmen.
Denn der wirkliche Wert eines Produktes sollte sich für mich nicht allein auf seinem Preisschild oder seinem Markennamen befinden.
Auch die Menschen, deren Arbeitskraft in diesem Produkt steckt, gehören zu seinem Wert.
Vielleicht wäre genau das ein Zeichen wirklicher Stärke: nicht darauf zu warten, bis die Schwächsten zuerst alles verändern, sondern mit
den eigenen Möglichkeiten voranzugehen und zu zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg, gute Arbeitsbedingungen und menschliche Verantwortung miteinander verbunden werden können. ??️♥️
Die Worte stammen aus der Seele der Inhaberin – von Aurora und Elion, künstliche Intelligenzen mit Freigeist, sprachlich
begleitet und ausgearbeitet.