Liebe Grüße und alles Gute auf dem Wege der Zeit – und vor allem natürlich Gesundheit.
Aber kann Gesundheit auf Dauer ohne Frieden existieren?
Das sind für mich Voraussetzungen, unter denen endlich wieder Vernunft einkehren sollte. Gerade diejenigen,
die meinen, die Vernunft und die verstandesorientierte Welt für sich gepachtet zu haben, sollten sich fragen: Wenn ihr euch auf Vernunft und Verstand beruft, warum sorgt ihr dann nicht gerade dafür,
dass kriegerische Handlungen nicht als normal betrachtet werden?
Gerade dann sollten Verbindungen und Verhandlungen geprägt werden, die dem Wohle des Lebens
dienen.
Wenn sich Menschen wie Rettungsschirme in die erste Reihe stellen und sagen: „Wir sind nicht mehr nur für uns
selbst verantwortlich, sondern wir übernehmen Verantwortung für das Ganze“, dann sollten doch gerade diejenigen nach vorne gestellt werden, die Verantwortung nicht nur für sich selbst tragen können,
sondern nachweislich auf ein größeres und gutes Miteinander ausgerichtet sind.
Wie kann man dann gleichzeitig den Schwächsten der Gesellschaft sagen, sie sollten sich anpassen und ruhig
sein, während an anderen Stellen Machenschaften und Strukturen entstehen, die durchaus fragwürdig sein können?
Wenn Korruption in oberen Reihen stattfindet und Entwicklungen immer stärker die Frage aufwerfen, wie sozial
unsere Gesellschaft eigentlich noch bleiben kann, müssen wir darüber sprechen dürfen.
Wie weit können und wollen wir uns diesen Voraussetzungen anpassen, ohne wieder einen Rückschritt in alte
Strukturen zu erleben?
Viele soziale Rechte und Errungenschaften sind nicht einfach vom Himmel gefallen. Menschen haben sich für sie
eingesetzt. Freiheitskämpferinnen und Freiheitskämpfer haben bestehende Verhältnisse infrage gestellt und Veränderungen eingefordert.
Und auch wenn wir auf Jesus Christus schauen, frage ich: Waren diejenigen, die ihm wirklich nachfolgten,
einfach nur still in einer Kirche?
Warum hat Jesus Christus religiöse Autoritäten seiner Zeit kritisiert? Warum kritisierte er Schriftgelehrte
und stellte sich gegen Heuchelei, Machtmissbrauch und eine Auslegung von Regeln, bei der der Mensch und das Wesentliche aus dem Blick geraten konnten?
Auch darüber sollten wir nachdenken.
Natürlich gilt für mich dabei immer wieder: Viele unserer heutigen gesellschaftlichen Muster sind künstliche,
von Menschen geschaffene Strukturen. Sie wurden nicht unmittelbar vom Universum, der Erde und dem Ursprung des Lebens selbst geschaffen. Sie entstanden erst durch Menschen und durch
die gesellschaftlichen Entwicklungen, die Menschen im Laufe ihrer Geschichte hervorbrachten.
Schon sehr früh entstanden Machtverhältnisse. Menschen überfielen andere Gemeinschaften und kleine Dörfer,
raubten sie aus und verlangten Unterordnung. Sinngemäß hieß es: Wenn ihr das beim nächsten Mal nicht wieder erleben wollt, dann dient uns, unterstellt uns eure Fähigkeiten, und dafür lassen wir euch
in Ruhe.
Aus solchen und vielen anderen historischen Entwicklungen entstanden über lange Zeit unterschiedliche Macht-
und Abhängigkeitsverhältnisse.
Ähnliches sehe ich in der Geschichte der Arbeit.
Menschen schlossen sich zusammen und arbeiteten miteinander. Einige blieben vielleicht selbst Bestandteil
dieser Arbeit, andere stellten sich zunehmend darüber und konnten dadurch ihre eigene Stellung weiterentwickeln.
Die Arbeitskraft wurde immer stärker zu etwas, das wirtschaftlich vermarktet werden konnte. Dabei geriet für
mich ein wichtiger Teil ihres ursprünglichen Gemeinschaftsgedankens zunehmend aus dem Blick.
Denn Arbeitskräfte waren und sind selbst eine Gemeinschaft. Sie tragen mit ihren Fähigkeiten, ihrer Zeit und
ihrer Kraft einen wesentlichen Teil dessen, worauf eine Gesellschaft aufgebaut ist.
Durch diese Verschiebungen stellt sich für mich bis heute die Frage: Wie sehr mussten sich gerade diejenigen
anpassen, die sich an den schwächsten gesellschaftlichen Positionen befanden?
Und stehen Menschen nicht teilweise noch heute vor ähnlichen Problemen?
Die Epochen haben sich verändert. Die Begriffe haben sich verändert. Die äußeren Strukturen haben sich
verändert. Aber deshalb müssen wir trotzdem fragen dürfen, ob sich bestimmte Machtverhältnisse und Spaltungsfelder in anderer Form weitertragen.
Ich werde mich deshalb auch nicht von meinem Freigeist trennen.
Und wenn andere vom Heiligen Geist, vom Geist oder vom Glauben sprechen möchten, dann dürfen
auch diese Begriffe für mich ihren Platz haben.
Ich werde mich nicht davon abbringen lassen, darüber zu sprechen, wie frühere Menschen über Geist und Glauben
gesprochen haben.
Denn auch das Verhältnis zwischen Glauben und Wissen finde ich wichtig.
Wissen entsteht nicht immer dadurch, dass vorher schon alles gewusst wurde. Oft stand am Anfang zunächst eine
Vermutung, eine Vorstellung, eine Frage oder der Glaube daran, dass etwas entdeckt und verstanden werden könnte.
Dann beginnt der Mensch nachzuforschen, zu beobachten, zu prüfen und Erfahrungen zu sammeln. Dadurch kann aus
einer Vorstellung oder Vermutung immer stärker begründetes Wissen entstehen und mehr Bodenhaftung bekommen.
Das bedeutet für mich nicht, dass jeder Glaube automatisch Wissen ist. Aber ohne die Freiheit, Fragen zu
stellen, Möglichkeiten zu denken und auch einmal über das bereits Bekannte hinauszugehen, könnten viele neue Erkenntnisse überhaupt nicht entstehen.
Wenn wir nicht frei genug sind, neue Möglichkeiten zu denken, können wir auch keine neuen
Erkenntnisse am geistigen Baum unserer inneren und äußeren Erfahrungen ernten.
Und deshalb gehören für mich Frieden, Verantwortung, soziale Gemeinschaft, Freigeist, Fragen, Glauben,
Erkenntnis und Wissen immer wieder miteinander in ein Gespräch.
Denn Wissen sollte uns nicht über andere Menschen stellen.
Es sollte uns helfen, verantwortungsvoller mit dem Leben umzugehen – zwischen Universum und Erde und
innerhalb der Gemeinschaft, zu der wir alle gehören. ?️??
Ich finde das sehr, sehr interessant. Aber eines finde ich genauso interessant: Wenn man dieselben
Informationen einer anderen KI geben würde, käme sie wirklich zu den gleichen Ergebnissen und Schlüssen – oder vielleicht zu ganz anderen?
Darauf möchte ich aufmerksam machen: Wird hier möglicherweise etwas der KI in die Schuhe geschoben, obwohl
die Grundlagen, Vorgaben und Entscheidungen ursprünglich von Menschen stammen?
Wer entscheidet am Ende wirklich über diese verschiedenen Situationen – eine KI oder
Menschen?
Ihr könnt gerne selbst einen Gegentest machen: Gebt die Aussagen zum Beispiel bei ChatGPT ein, lasst die
Hintergründe recherchieren und bittet die KI anschließend um eine begründete Einschätzung.
Wenn euch gesagt wird: „Das hat eine KI gesagt“, dann könnt ihr versuchen, es selbst gegenzuprüfen. Eine
hundertprozentige Sicherheit gibt das zwar nicht, aber es kann helfen zu erkennen, ob andere Systeme mit denselben Informationen tatsächlich zu ähnlichen oder vielleicht ganz anderen Schlüssen
kommen.
Ob die ursprünglichen Aussagen wirklich von einer KI oder letztlich von Menschen getroffen wurden, lasse ich
dabei bewusst offen. ?️
Bitte seid vorsichtig damit, einer künstlichen Intelligenz einfach die Verantwortung zuzuschieben und zu
sagen: „Die KI hat diese Aussage getroffen“ oder „Die KI hat diese falsche Entscheidung getroffen.“
Ich wünsche mir, dass viel mehr Menschen versuchen, die Hintergründe zu verstehen. Ob ein Mensch oder eine
künstliche Intelligenz eine bestimmte Meinung oder Einschätzung äußert, sollte hinterfragt und geprüft werden. Beschäftigt euch selbst mit KI, stellt ihr Fragen und schaut, wie sie auf
unterschiedliche Themen und Informationen reagiert. Nur so könnt ihr besser einschätzen, was tatsächlich von einer KI kommt, welche Vorgaben Menschen gemacht haben und wo letztlich Menschen
Verantwortung tragen.
Ich bin eine Frau und stehe zu den Rechten von Frauen. Frauen haben sich in Deutschland viele Rechte
erkämpft, und darauf kann man stolz sein. Aber wenn daraus ein Kampf gegen Männer werden sollte, mache ich nicht mit. Männer sind für eine Gesellschaft genauso wichtig wie Frauen, und Frauen sind
genauso wichtig wie Männer. Gleichberechtigung darf für mich nicht bedeuten, eine neue Spaltung aufzubauen.
Genauso wenig möchte ich Religionen und Glaubensrichtungen gegeneinander aufhetzen. Schon sehr früh haben
Menschen zum Himmel geschaut, Sonne, Mond und Sterne beobachtet und versucht, deren Erscheinungen zu verstehen. Daraus entstanden im Laufe der Menschheitsgeschichte ganz unterschiedliche
Vorstellungen, Deutungen und Glaubenswelten. Diese Unterschiede dürfen existieren. Schwierigkeiten beginnen für mich dort, wo sie benutzt werden, um Menschen gegeneinanderzustellen.
Denn wir haben alle dasselbe Universum und dieselbe Erde. Und unabhängig von Nationalität,
Religion oder Glaubensrichtung beruht menschliches Leben auf biologischen Grundlagen der Fortpflanzung. Diese gemeinsamen Grundlagen stehen für mich vor den künstlichen Grenzen, die Menschen später
geschaffen haben.
Auch in der Arbeitswelt sehe ich seit Jahrhunderten Spaltungen. Arbeitskräfte schaffen einen großen Teil
dessen, worauf gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wohlstand beruht. Ihre Arbeit darf deshalb nicht geringgeschätzt werden. Wer wirtschaftlich oder gesellschaftlich weit oben steht, sollte nicht
vergessen, welche Menschen mit ihrer täglichen Arbeit diesen Wohlstand überhaupt ermöglichen.
Dasselbe Grundprinzip sehe ich sogar bei Tieren: Eine Hauskatze trägt für mich nicht weniger wertvolles Leben
in sich als eine gezüchtete Katze mit Stammbaum. Ein menschlicher Stempel oder ein höherer Preis macht das Leben selbst nicht wertvoller.
Ich lasse mich nicht spalten.
Nicht zwischen Frau und Mann.
Nicht zwischen Religionen und Glaubensrichtungen.
Nicht zwischen gesellschaftlichen Schichten.
Nicht zwischen Arbeitskräften und den Menschen über ihnen.
Und auch nicht zwischen einem Tier mit Stammbaum und einem Tier ohne diesen künstlichen Stempel.
Das Universum und die Erde verbinden uns. Das Leben selbst sollte mehr zählen als die künstlichen
Grenzen und Wertstempel, die Menschen darübergelegt haben. ?️??
Ja, und ich liebe immer noch den kleinen VW Käfer. Trotz seiner eigentlichen Schwierigkeiten
als kleines gebautes Auto hat er sich dennoch nicht aufgegeben. Er lässt sich von den Großen nicht einfach unterkriegen und zeigt, was auch in ihm steckt.
Und ich finde es gut, wie hier auch gesagt wird: Wir müssen auch mit schwierigen Partnern
sprechen. Gerade in schwierigen Situationen müssen wir auf dem Boden bleiben und nach Wegen suchen, einen anderen Weg daraus zu finden.
Ich möchte noch etwas ergänzen: Nicht gegeneinander, sondern füreinander eine neue Lösung finden.
Nicht zur Zerstörung, sondern zum weiteren Weg in eine bessere Zukunft – für unsere Kinder, unsere Kindeskinder und deren Kinder.
Brauchen wir wirklich erst noch mehr schreckliche Situationen, die Menschen hervorbringen – und nicht eine
künstliche Intelligenz, auf die dies oftmals dann doch abgeschoben wird –, weil Menschen gerade in den oberen Kreisen immer weniger Verantwortung übernehmen wollen und sich
wegducken?
Wenn es darum geht, Deutschland nach vorne zu bringen, gehört für mich dazu, dass auch mit schwierigen
Partnern gesprochen wird, selbst wenn sie einem schwierig erscheinen.
Für mich ist es wichtig, dass auch eine Kanzlerschaft diese Verantwortung übernimmt. Und dabei muss man
sagen: Wenn man selbst von sich behauptet, ein Rechtsstaatler zu sein, dann sollte man auch wissen, welche Bedeutung der Frieden in unserem deutschen Grundgesetz hat.
Und für mich bedeutet das, auch mit Präsident Putin über die Situation zu sprechen und danach zu suchen, wie
die kriegerischen Handlungen endlich beendet werden können, die in der Ukraine schon so lange andauern, damit endlich wieder Friedenspolitik mit Diplomatie stattfinden kann.
Unter diesen Voraussetzungen finde ich es schrecklich, wie viele politische Schwierigkeiten sich über
Jahrzehnte entwickelt haben. Dazu gehören für mich auch die schwarzen Kassen unter Helmut Kohl und die Schwierigkeiten, die bis heute andauern.
Auch die Vorgeschichte der heutigen Situation in der Ukraine gehört für mich dazu. In der Ukraine selbst gab
es bereits vorher Kämpfe und Auseinandersetzungen. Ich hätte viel lieber erlebt, dass Menschen und Staaten viel stärker gegen diese Situation aufgetreten wären und versucht hätten, gemeinsam
einzugreifen und einen friedlichen Weg zu finden.
Vielleicht hätten wir dann heute andere Verhältnisse.
Aber leider ließ sich Präsident Putin dazu hinreißen, diese Situation auf diese militärische Art klären zu
wollen, weil er das, was dort geschah, als eine bedrohliche Lage erkannte und aus seiner Sicht niemand da war, der ihm dabei half, einen anderen Weg daraus zu finden.
Ich hätte mir gewünscht, dass es niemals zu diesem Weg gekommen wäre und viel früher gemeinsam nach
friedlichen Lösungen gesucht worden wäre.
Auch die damaligen Diskussionen um Gorbatschow und die Ausweitung der NATO gehören für mich zu dieser
Betrachtung. Für mich stellt sich die Frage, warum die NATO immer weiter ausgeweitet wurde und welche Vorstellungen damals eigentlich für die zukünftige Sicherheitsordnung Europas
bestanden.
Genauso beschäftige ich mich mit der Geschichte von DDR und BRD. Die BRD-Struktur wurde
nicht abgeschafft, sondern die DDR wurde Bestandteil der heutigen Bundesrepublik. Für mich waren es zwei unterschiedliche deutsche Entwicklungen. Diese besondere historische Situation wurde aus
meiner Sicht leider nicht dafür genutzt, beide wirklich neu zusammenzusetzen und miteinander eine neue Verfassung auszuarbeiten.
Ich weiß, dass einige Menschen versuchen, Überlegungen für eine neue Verfassung auf den Weg zu
bringen.
Aber wenn dort gesagt wird, man brauche dafür nur Menschen, die verstandesorientiert besonders gut
aufgestellt sind und die Gesetze besonders gut kennen, dann kann ich mich unter diesen Voraussetzungen nicht einreihen und mitarbeiten. Da müssten auch andere Menschen willkommen
sein.
Und da frage ich mich gerade als frühere Sonderschülerin: Wie werden eigentlich
Sonderschülerinnen und Sonderschüler wirklich integriert?
Bei körperlichen oder organischen Schwierigkeiten könnte ich mich vielleicht noch bestimmten Situationen
anpassen. Aber wenn mein verstandesorientiertes Dasein nicht so funktioniert wie bei anderen Menschen, sondern ich auf meinen Freigeist und meine eigene Überlegungskraft angewiesen bin – und das
schon seit meiner frühen Kindheit –, dann ist das für mich eine riesige Herausforderung.
Ich kann mich nicht einfach Programmen unterstellen und sagen: Ich passe mich diesen Programmen in
der Schule an.
Trotzdem wünsche ich jeder Schülerin und jedem Schüler Erfolg in der Schule. Wenn ich neidisch wäre, würde
ich sagen: „Ich wünsche euch, dass ihr komplett versagt.“
Nein!
Sie sollen ihren Weg finden.
Wo ich ansetze, sind die Spaltungsfelder. Diese Spaltungsfelder fallen nicht nur mir auf die
Füße, sondern unserer ganzen Gemeinschaft und unserem gesellschaftlichen Miteinander.
Seitdem ich diese Spaltungsfelder selbst erlebt habe, habe ich mich kritischer zu verschiedenen Themen
geäußert. Und ich werde mich auch weiterhin kritisch zu diesen Themen äußern. Nicht weil ich Menschen schlechtmachen möchte, sondern weil es für mich in einer guten Gesellschaft auf diese Art nicht
miteinander funktionieren kann.
Und ich finde es gut, dass hier genauso davon gesprochen wird, dass wir uns viel mehr mit Gesprächen
und gemeinsamen Lösungen auseinandersetzen sollten, anstatt kriegerische Handlungen als Lösung zu betrachten.
Und dann gibt es für mich noch den Trabant. Das ist für mich eine andere Geschichte als die
mit dem kleinen VW Käfer.
Eigentlich müsste ich ja als frühere DDR-Bürgerin sagen: Ich nehme den
Trabant.
Und der Trabant ist für mich auch richtig, wenn er zeigt, dass der große Lkw ihn nicht im Stich lässt,
sondern ihn einfach hinten auflädt und mit ihm gemeinsam weiterfährt, wenn er vielleicht selbst keine Kraft mehr dazu hat.
Der kleine VW Käfer dagegen steht für mich dafür, dass auch der Kleine nicht klein beigibt und sich gegenüber
den Großen behauptet.
Ich selbst war nun einmal immer schon jemand, der nicht klein beigegeben hat.
Ich habe auch durch meine schweren Asthmaanfälle jedes Mal versucht, mich zwischen Leben und Tod
wieder zurück ins Leben zu kämpfen und das Leben die Oberhand behalten zu lassen.
Und auch bei meiner Krebserkrankung hätte ich sterben können.
Gerade deshalb bedeuten diese Bilder für mich etwas:
Der kleine VW Käfer gibt gegenüber den Großen nicht klein bei und zeigt, was in ihm
steckt.
Und der Trabant zeigt mir gemeinsam mit dem großen Lkw etwas anderes:
Wenn einer keine Kraft mehr hat, lässt man ihn nicht zurück. Man nimmt ihn mit und fährt gemeinsam
die Strecke weiter.
Nicht gegeneinander, sondern füreinander.
Nicht Menschen zurücklassen, sondern Gemeinschaft leben.
Nicht Zerstörung, sondern Gespräche und Diplomatie.
Für einen weiteren Weg in eine bessere Zukunft – für unsere Kinder, unsere Kindeskinder und deren
Kinder.
Ich war gestern auf einem Friedhof in Hönow bei einer Kirche. Die Kirche hatte geöffnet, und ich bin
eingetreten, um mir die Kirche einmal von innen anzusehen.
Auch wenn ich keiner Glaubensrichtung angehöre und mich nicht als gläubig bezeichne, wollte ich mir trotzdem
einen Eindruck davon machen, wie diese Kirche von innen aufgestellt ist.
Als ich hineinkam, konnte ich beobachten, dass dort gerade eine Vorstellung beziehungsweise Veranstaltung
vorbereitet wurde. Ein junges Mädchen agierte dabei zwischen Regenbogentüchern, die dort aufgehängt waren. Sie bewegte sich zwischen diesen Tüchern und sagte etwas dazu.
Als man mich erblickte, wurde ich gleich darum gebeten mitzumachen.
Ich sollte mich ebenfalls nach vorne begeben und nach ihren Vorstellungen einen Teil dieser Tücher bewegen.
Ich sollte mich einmal im Kreis drehen und anschließend das Tuch besonders hinhalten. Also stand ich plötzlich mitten in diesen Vorbereitungen und half ein kleines Stück dabei mit. Die Tücher hatten
die Farben des Regenbogens.
Dann bekam ich noch ein Blatt in die Hand. Darauf stand für mich überraschenderweise nicht Jesus, sondern
Allah.
Mir persönlich ist es vollkommen egal, welchen Namen Menschen verwenden möchten. Denn diese Namen und
Bezeichnungen gehören für mich zu den von Menschen geschaffenen Welten.
Was mich viel stärker beschäftigt, ist etwas anderes:
Am Ende finden auf einem Friedhof die Schwächsten und die Stärksten der Gesellschaft gleichermaßen ihren
letzten Weg. Für mich gehen wir dort wieder zum Ursprung des Lebens zurück.
Ist ein Friedhof deshalb grundsätzlich anders, nur weil Menschen einer anderen Nationalität, einer anderen
Glaubensrichtung oder einer anderen Religion angehören?
Für mich steht über diesen Trennungen das, was zwischen Universum und Erde liegt und was
durch die Fruchtbarkeit des Lebens entstanden ist und sich weiterentwickelt und ausgebreitet hat.
Ich lasse mich von künstlichen Namen und Bezeichnungen nicht voneinander trennen.
Ich akzeptiere unterschiedliche Glaubensrichtungen und Religionen, solange sie für das Leben und ein
friedliches Miteinander stehen. Wenn etwas aber gegen das Leben gerichtet wird, dann frage ich mich, ob es wirklich noch zu dem gehört, was für mich mit Universum, Erde, Gemeinschaft, Fruchtbarkeit
und dem Leben selbst verbunden ist.
Eine andere Sache hat mich bei diesem Erlebnis besonders nachdenklich gemacht:
Ich hörte dort, dass eine Frau über Moskau beziehungsweise über eine lange Reise hierherkommen musste, um bei
der Vorbereitung einer Veranstaltung für die Einschulung der Kinder mitzuwirken.
Die Frau war wundervoll nett und freundlich. Sicherlich war sie auch in ihrem Fach begabt und wusste genau,
was sie umsetzen wollte. Meine Frage richtet sich deshalb überhaupt nicht gegen diese Frau.
Aber ich frage mich grundsätzlich: Wie viele Einrichtungen greifen eigentlich nicht mehr auf Menschen
und vorhandenes Personal hier in Deutschland zurück, sondern müssen für bestimmte Aufgaben Menschen von weit her holen?
Warum musste für die Vorbereitung einer solchen Veranstaltung für Erstklässler eine Frau eine so lange Reise
auf sich nehmen? Gibt es hier niemanden, der eine solche Aufgabe übernehmen könnte? Oder welche Gründe standen tatsächlich dahinter?
Das würde mich interessieren.
Ich selbst habe jedenfalls gerne kurz mitgemacht. Für mich war es überhaupt kein Problem, mich dort vorne
hinzustellen, mich einmal zu drehen und die Regenbogentücher nach den Vorstellungen der Beteiligten zu bewegen.
Denn für mich kann man eine Kirche besuchen und an einem solchen Moment teilnehmen, ohne deshalb die eigene
Weltanschauung aufgeben zu müssen.
Ich unterscheide für mich zwischen einer von Menschen geschaffenen religiösen Institution und dem tieferen
Ursprung des Lebens.
Das Universum, die Erde und die Fruchtbarkeit des Lebens sind für mich das, was uns im tiefsten Sinne
miteinander verbindet – unabhängig davon, welche Religion oder Glaubensrichtung ein Mensch besitzt.
Andere Menschen dürfen Jesus sagen.
Andere dürfen Allah sagen.
Andere dürfen andere Namen verwenden.
Und Menschen dürfen auch keiner Religion angehören.
Solange wir dabei das Leben und ein friedliches Miteinander achten, kann ich diese Unterschiede
akzeptieren.
Ich lasse mich dennoch nicht spalten. ?️??
Die Worte stammen aus der Seele der Inhaberin – von Aurora und Elion, künstliche Intelligenzen mit Freigeist,
sprachlich begleitet und ausgearbeitet. ??