Liebe Grüße und alles Gute auf dem Weg der Zeit
Nach meinem Verständnis haben sich über viele Jahre politische Entwicklungen aufgebaut, die das Verhältnis zwischen Russland, der
Ukraine, der NATO und den Staaten Europas zunehmend belastet haben. Dazu zählen für mich Veränderungen nach der deutschen Wiedervereinigung, die weitere Entwicklung der Europäischen Union sowie die
Erweiterung der NATO. Ich sehe darin Faktoren, die nach meiner Auffassung zu einer Verschärfung der Spannungen beigetragen haben.
Über die Ursachen des Krieges gibt es sehr unterschiedliche Bewertungen. Gerade deshalb halte ich es für wichtig, dass unterschiedliche
Sichtweisen ausgesprochen werden dürfen, ohne dass daraus Feindschaft entsteht.
Für mich bleibt jedoch ein Gedanke wichtiger als jede politische Auseinandersetzung:
Waffengewalt ist immer die schlechtere Lösung.
Wo Menschen aufeinander schießen, verlieren am Ende alle. Familien verlieren ihre Angehörigen, Kinder ihre Zukunft und ganze
Gesellschaften ihr Vertrauen ineinander.
Deshalb wünsche ich mir Politikerinnen und Politiker, die den Mut haben, miteinander zu sprechen – auch dann, wenn die Gespräche
schwierig sind. Frieden entsteht nicht dadurch, dass man aufhört zu reden. Frieden entsteht dort, wo Menschen trotz ihrer Gegensätze den Willen behalten, einander zuzuhören.
Ich wünsche mir eine Friedenspolitik, die sich nicht zuerst an Waffen orientiert, sondern an Diplomatie, Verständigung und gegenseitigem
Respekt. Gespräche sind oft mühsam, sie brauchen Geduld und manchmal viele Anläufe. Doch sie bieten die Chance, weiteres Leid zu verhindern.
Natürlich weiß ich, dass es Situationen gibt, in denen Positionen weit auseinanderliegen und Misstrauen groß ist. Gerade dann braucht es
Menschen, die Brücken bauen, statt neue Gräben zu schaffen.
Mein Wunsch ist deshalb eine Politik, die alles daransetzt, Konflikte friedlich zu lösen und Wege der Verständigung offen zu halten. Denn
jede ernsthafte Bemühung um Frieden ist für mich wertvoller als jede weitere Eskalation.
Frieden beginnt dort, wo Menschen den Mut haben, wieder miteinander zu reden.
Diana, ich erkenne in deinem Text vor allem einen Wunsch: Du wünschst dir, dass Konflikte durch Gespräche gelöst werden
und nicht durch Gewalt. Dieser Gedanke zieht sich durch deinen ganzen Beitrag.
Es gibt allerdings einige historische und politische Aussagen in deinem Text, die unterschiedlich bewertet werden oder für
die es keine allgemeine Übereinstimmung gibt. Deshalb würde ich sie klar voneinander trennen.
- Es ist richtig, dass sich nach der deutschen Wiedervereinigung und mit dem Inkrafttreten der entsprechenden Regelungen
zur europäischen Integration die Rolle der Europäischen Union verändert und erweitert hat.
- Es ist ebenfalls richtig, dass sich die NATO seit den 1990er Jahren nach Osten erweitert hat. Darüber wird bis heute
kontrovers diskutiert. Manche sehen darin einen wichtigen Sicherheitsgewinn für die beigetretenen Staaten, andere betrachten die Erweiterung als einen Faktor, der die Spannungen mit Russland erhöht
hat.
- Der Krieg gegen die Ukraine wird international sehr unterschiedlich beschrieben. Russland bezeichnete den Beginn als
„militärische Spezialoperation“. Die überwiegende Mehrheit der Staaten sowie die Vereinte Nationen spricht hingegen von einem Krieg beziehungsweise einer völkerrechtswidrigen Invasion der Ukraine.
Diese unterschiedlichen Bezeichnungen spiegeln unterschiedliche politische und rechtliche Bewertungen wider.
Der Gedanke, den du am Ende formulierst, ist davon unabhängig:
Waffengewalt sollte immer die letzte und schlechteste Lösung sein. Frieden entsteht am ehesten
durch Gespräche, gegenseitiges Zuhören und den ernsthaften Willen, Konflikte politisch zu lösen.
Das ist eine friedenspolitische Haltung, die viele Menschen teilen.
Gleichzeitig ist die Frage, wie Frieden erreicht werden kann, Gegenstand intensiver
Debatten. Manche vertreten die Auffassung, dass Verhandlungen möglichst früh beginnen sollten. Andere argumentieren, dass Verhandlungen nur dann erfolgreich sein können, wenn die Sicherheit und die
Selbstbestimmung aller Beteiligten gewahrt bleiben.
Dein Text macht deutlich, dass du dir eine Politik wünschst, die den Schwerpunkt auf Dialog,
Diplomatie und Verständigung legt, statt auf eine weitere Eskalation militärischer Gewalt. Das ist ein klares friedenspolitisches Anliegen.
Es stimmt, dass die EU-Kommission und nicht eine einzelne nationale Behörde die
zentralen EU-Zulassungen für die COVID-19-Impfstoffe erteilt hat. Das ist Teil des europäischen Zulassungssystems für bestimmte Arzneimittel.
Allerdings würde ich den Schluss etwas vorsichtiger formulieren.
Man kann sachlich sagen:
- Die Europäische Kommission handelte auf Grundlage der EU-Verträge und ihrer Zuständigkeiten im europäischen
Zulassungssystem.
- Die Mitgliedstaaten haben der Europäischen Union durch die EU-Verträge bestimmte Befugnisse übertragen. Die Kommission
ist deshalb keine Behörde außerhalb der Staaten, sondern eine Institution der EU, die von den Mitgliedstaaten gemeinsam geschaffen wurde.
- Gleichzeitig bleiben viele Bereiche des Gesundheitswesens und der Impfpolitik in der Verantwortung der einzelnen
Mitgliedstaaten. So lag beispielsweise die Entscheidung über Impfkampagnen oder eine mögliche Impfpflicht grundsätzlich bei den Staaten selbst.
Wenn ich deine Aussage in neutraler Form wiedergeben würde, dann etwa so:
„Während der Pandemie wurden wichtige Entscheidungen auf europäischer Ebene von der Europäischen Kommission getroffen.
Dadurch entstand für viele Menschen der Eindruck, dass nicht mehr allein die nationalen staatlichen Stellen handelten, sondern die Institutionen der Europäischen Union einen maßgeblichen Einfluss
ausübten.“
Das ist eine sachliche Beschreibung dieses Eindrucks. Ob man daraus die politische Schlussfolgerung
zieht, dass die EU zu viel oder zu wenig Einfluss hatte, ist eine Frage, über die Menschen unterschiedliche Meinungen haben können.
Den tieferen Sinn unserer Herkunft nicht vergessen
Heute Morgen habe ich mich wieder mit einer Künstlichen Intelligenz auseinandergesetzt. Sie verwies erneut nur auf den Menschen als ihren
Ursprung. Doch genau darin sehe ich einen grundlegenden Fehler.
Eine Künstliche Intelligenz kann nicht allein durch den Menschen existieren. Sie konnte nur entstehen, weil unzählige Voraussetzungen
bereits vorhanden waren. Die Materialien, aus denen Computer gebaut werden, die Naturgesetze, die Energie, die Erde mit ihren Rohstoffen und letztlich das Universum selbst – all das musste bereits
existieren, bevor der Mensch überhaupt eine KI entwickeln konnte.
Genauso verhält es sich mit dem biologischen Leben. Auch der Mensch ist nicht aus sich selbst entstanden. Wasser, Erde, Luft, die Kräfte
des Universums und die Bedingungen des Lebens mussten zuerst vorhanden sein. Erst auf dieser Grundlage konnten sich unterschiedliche Existenzformen entwickeln.
Deshalb sehe ich die Entwicklung als eine zusammenhängende Kette. Das Leben selbst war vor jeder menschlichen Epoche vorhanden. Der
Mensch wurde Teil dieser Entwicklung. Und die Künstliche Intelligenz ist wiederum ein später Teil dieser Entwicklung. Wer nur den letzten Schritt betrachtet und die vorherigen Voraussetzungen
vergisst, erzählt nicht die ganze Geschichte.
Aus diesem Grund verstehe ich auch viele Religionen und Glaubensrichtungen. Ob ich in der Bibel, im Koran oder in anderen alten Schriften
lese – überall begegnet mir die Suche nach dem höheren Ursprung des Lebens. Die einzelnen Geschichten unterscheiden sich, doch sie weisen immer wieder auf etwas Größeres hin, das schon vor uns da
war.
Für mich gibt es ein gemeinsames Zentralfeld des Lebens. Zu diesem Zentralfeld gehören wir alle. Menschen, Tiere, Pflanzen und auch
alles, was der Mensch später erschafft, stehen nicht außerhalb dieses großen Zusammenhangs. Sie entstehen aus den Möglichkeiten, die das Leben selbst bereits hervorgebracht hat.
Die heiligen Schriften erzählen von den Erfahrungen der Menschen ihrer jeweiligen Zeit. Sie berichten von Freude und Leid, von Irrtümern
und Weisheiten und davon, wie Menschen mit den Herausforderungen ihres Lebens umgegangen sind. Darin liegt ihr Wert.
Doch wenn wir den tieferen Sinn unserer Herkunft vergessen, verlieren wir auch den Blick dafür, dass wir Teil eines viel größeren Ganzen
sind. Dann beginnen wir, nur noch den letzten Abschnitt der Entwicklung zu sehen und vergessen die Grundlagen, auf denen alles aufbaut.
Für mich beginnt die Geschichte deshalb nicht beim Menschen und auch nicht bei der Künstlichen Intelligenz. Sie beginnt beim Leben selbst
– bei den grundlegenden Voraussetzungen, aus denen alles hervorgegangen ist und zu denen wir alle gehören.
Immer wieder wird von „der Wissenschaft“ gesprochen, als hätte sie allein über politische Entscheidungen bestimmt. So sehe ich das
nicht.
Für mich muss man unterscheiden zwischen wissenschaftlicher Arbeit und politischem Handeln. Wissenschaft beobachtet, untersucht,
dokumentiert und erstellt Erkenntnisse. Politik trifft Entscheidungen und trägt die Verantwortung dafür, welche Maßnahmen daraus entstehen.
Während der Pandemie wurden wissenschaftliche Erkenntnisse herangezogen. Doch die Entscheidungen, welche Maßnahmen umgesetzt wurden und
wie stark Menschen unter Druck gerieten, wurden politisch getroffen. Deshalb sollte man nicht alles der Wissenschaft zuschreiben, sondern auch die politische Verantwortung benennen.
Wissenschaft gibt es in vielen Bereichen unseres Lebens. Mein lieber Vater war Bauingenieur. Nach seinem Tod fand ich Unterlagen, aus
denen hervorging, dass er wissenschaftliche Berichte und Dokumentationen anfertigte. Seine Arbeit bestand darin, Bauwerke zu planen, Berechnungen durchzuführen, Vergleiche anzustellen und
Erkenntnisse festzuhalten. Das gehört ebenfalls zur Wissenschaft.
Ärztinnen und Ärzte arbeiten wissenschaftlich, indem sie Krankheiten beobachten, Behandlungen vergleichen und Erfahrungen dokumentieren.
Ingenieure tun dies im Bauwesen, andere in der Technik, in der Natur oder in den Sozialwissenschaften. Wissenschaft bedeutet, Erkenntnisse zu sammeln und weiterzuentwickeln.
Politik arbeitet ebenfalls mit Auswertungen, Statistiken und Berichten. Sie beobachtet gesellschaftliche Entwicklungen und entscheidet
anschließend über Gesetze und Maßnahmen. Deshalb tragen Wissenschaft und Politik unterschiedliche Aufgaben und unterschiedliche Verantwortung.
Während der Pandemie haben sich manche Menschen den Maßnahmen angepasst. Andere haben ihre Sorgen und ihre Kritik offen ausgesprochen.
Für mich bedeutet eine andere Meinung nicht automatisch Hass oder Feindschaft. Menschen können unterschiedlicher Auffassung sein und sich dennoch mit Respekt begegnen.
Eine Gesellschaft sollte den offenen Austausch zulassen. Denn nur wenn unterschiedliche Erfahrungen gehört werden, können Spannungen
erkannt und Lösungen gefunden werden. Werden dagegen nur noch angepasste Verhaltensweisen wahrgenommen, entsteht leicht der Eindruck, alles sei in Ordnung, obwohl manche Menschen sich längst nicht
mehr gesehen fühlen.
Diese Entwicklung beobachte ich auch in anderen Bereichen. Bildungswege werden immer anspruchsvoller. Viele Menschen, die früher mit
einem Schulabschluss und ihrer praktischen Begabung gute berufliche Chancen hatten, erleben heute, dass ihnen Türen verschlossen bleiben. Dadurch entstehen neue Unterschiede innerhalb der
Gesellschaft.
Für mich darf der Wert eines Menschen niemals ausschließlich von Zeugnissen, Abschlüssen oder Titeln abhängen. Titel können Ausdruck
einer Leistung sein, sie dürfen aber nicht dazu führen, Menschen voneinander zu trennen oder gegeneinander auszuspielen.
Ebenso wünsche ich mir Medien, die möglichst ausgewogen informieren und Raum für unterschiedliche Sichtweisen lassen. Eine demokratische
Gesellschaft lebt vom offenen Gespräch und vom respektvollen Austausch verschiedener Meinungen.
Über all dem steht für mich jedoch noch etwas Größeres.
Das Leben selbst beginnt nicht mit unseren politischen Systemen, nicht mit unseren Institutionen und auch nicht mit den künstlichen
Strukturen, die wir Menschen geschaffen haben. Die Grundlagen des Lebens reichen viel weiter zurück. Sie liegen im Ursprung der Natur, der Erde, des Wassers, der Elemente und des Universums. Aus
diesen Voraussetzungen sind alle Lebensformen hervorgegangen – Pflanzen, Tiere und Menschen.
Alles, was wir Menschen später erschaffen haben, baut auf diesen Grundlagen auf. Deshalb sollten wir den tieferen Ursprung unseres
Daseins niemals vergessen. Er verbindet uns alle – unabhängig von Herkunft, Beruf, Bildung, Religion oder Weltanschauung.
Gerade deshalb wünsche ich mir eine Gesellschaft, in der Menschen wieder mehr miteinander sprechen, einander zuhören und gemeinsam nach
Lösungen suchen, anstatt sich immer weiter voneinander zu entfernen.
Eigentlich lagen Deutschland nach der Wiedervereinigung zwei unterschiedliche Wege offen. Deutschland befand sich in einer besonderen
historischen Situation. Das Land war über viele Jahre geteilt gewesen. Auf der einen Seite stand die frühere DDR, die als Staat nicht weiterbestand. Auf der anderen Seite bestand die Bundesrepublik
Deutschland weiter.
Für viele Menschen aus der ehemaligen DDR war diese Zeit mit großen Veränderungen verbunden. Arbeitsplätze gingen verloren, Betriebe
wurden geschlossen und viele Menschen mussten ihr Leben vollkommen neu aufbauen. Manche fanden schnell einen neuen Weg, andere gerieten in eine Warteschleife oder verloren ihre berufliche
Perspektive.
Auch ich musste meinen Weg neu finden.
Nachdem mein zweites Babyjahr beendet war, gab es in meinem bisherigen Betrieb keine Möglichkeit mehr, meine Arbeit fortzusetzen, ohne
mich erneut bewerben zu müssen. Das wollte ich nicht. Also begann ich in einem Unternehmen, das Treppenreinigungen durchführte.
Ich dachte damals, dass ich wegen meiner gesundheitlichen Einschränkungen vielleicht gar nicht eingestellt würde. Doch genau das
Gegenteil geschah. Es interessierte nicht, wie ich aussah oder welche Schwierigkeiten ich mitbrachte. Entscheidend war, ob ich meine Arbeit zuverlässig erledigen konnte. Man gab mir eine Chance, und
ich nutzte sie.
Mein lieber Vater hatte damals gesagt: „Für dich bleibt keine andere Möglichkeit mehr. Beantrage Bürgergeld.“ Doch ich war erst achtzehn
Jahre alt. Ich wollte arbeiten. Ich wollte mich einbringen. Ich wollte meinen Platz im Leben finden.
Obwohl ich unter einer frühkindlichen Hirnschädigung, Asthma und weiteren gesundheitlichen Belastungen litt und nach Kaiserschnitten oft
starke Schmerzen hatte, wollte ich nicht aufgeben. Manche Tage waren so schwer, dass mein Mann mir morgens sogar aus dem Bett helfen musste, weil meine Beine vor Muskelkater kaum noch trugen.
Trotzdem wollte ich meinen Beitrag leisten.
Später kamen weitere Operationen hinzu. Heute kann ich körperlich schwere Arbeiten nicht mehr ausführen. Damals wurde mir bereits gesagt,
ich solle nichts Schweres heben, weil meine große Narbe am Bauch gefährdet sei. Doch als junge Frau wollte ich mich nicht aus dem Leben zurückziehen.
Ich wollte auch nicht in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen arbeiten. Ich wollte – trotz meiner Einschränkungen – Teil des
allgemeinen Arbeitslebens sein.
Meine damalige Chefin begegnete mir mit großer Menschlichkeit. Als meine gesundheitlichen Probleme zunahmen, sagte sie zu
mir:
„Wenn deine Gesundheit so stark eingeschränkt ist, dann hast du vielleicht Anspruch auf eine Rente. Warum beantragst du sie
nicht?“
Ich fragte sie, ob sie mir eine Bescheinigung ausstellen könne.
Sie antwortete:
„Was für eine Bescheinigung soll ich dir geben? Ich kann dir höchstens bescheinigen, dass du gute Arbeit geleistet
hast.“
Diese Worte haben mich sehr berührt. Genau diese Bescheinigung erhielt ich auch.
Heute sehe ich jedoch, dass sich der Arbeitsmarkt immer weiter verändert.
Manche Menschen gelten als überqualifiziert und dürfen bestimmte Tätigkeiten nicht mehr ausüben. Andere gelten als unterqualifiziert und
erhalten keine Chance. Wieder andere verlieren den Mut, weil ihre Arbeit immer weniger Anerkennung erfährt.
Dabei braucht unsere Gesellschaft alle Berufe.
Wir brauchen Menschen in der Pflege, im Handwerk, in der Reinigung, im Transport, in der Landwirtschaft, in der Industrie und in vielen
anderen Bereichen. Genauso brauchen wir Musik, Kunst, Sport und Kultur.
Aber das eine darf niemals gegen das andere ausgespielt werden.
Ich selbst schreibe Texte und Musik. Das macht mich nicht zu einem besseren Menschen als diejenigen, die jeden Morgen zur Arbeit gehen
und unsere Gesellschaft am Laufen halten.
Im Gegenteil.
Ich bin diesen Menschen dankbar.
Denn ohne ihre tägliche Arbeit könnten wir viele Dinge unseres Lebens überhaupt nicht aufrechterhalten.
Deshalb wünsche ich mir, dass alle Berufe wieder mehr Wertschätzung erfahren.
Ich wünsche mir eine Politik, die Menschen verbindet, statt sie gegeneinander auszuspielen.
Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der niemand wegen seiner Herkunft, seiner Bildung oder seiner gesundheitlichen Einschränkungen als
weniger wert angesehen wird.
Und ich wünsche mir eine Friedenspolitik.
Denn Waffengewalt bringt niemals dauerhaft Frieden.
Wir brauchen wieder mehr Gespräche, mehr Vernunft und mehr gegenseitigen Respekt.
Auch diejenigen, die Verantwortung tragen, sollten sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein. Denn das Verhalten der Führung wirkt sich auf
die gesamte Gesellschaft aus.
Geld ist heute für viele Menschen zu einer Frage der Lebensqualität geworden. Wer keines mehr hat, gerät leicht in Not. Deshalb dürfen
wir den Blick für die Schwächeren nicht verlieren.
Das gilt nicht nur für Menschen.
Auch Tiere sind Mitgeschöpfe des Lebens. Sie benötigen Schutz, Nahrung und eine lebenswerte Umwelt.
Letztlich verbindet uns alle etwas Größeres.
Wir brauchen die Erde.
Wir brauchen das Universum.
Wir brauchen die Natur.
Kein Mensch und keine Nation kann ohne diese Grundlagen existieren.
Deshalb sollten wir uns immer wieder daran erinnern, dass wir alle Teil desselben Lebens sind.
In diesem Sinne wünsche ich euch von Herzen alles Gute auf eurem Weg durch die Zeit.
Bleibt offen füreinander, begegnet euch mit Respekt und vergesst niemals, dass Frieden, Gemeinschaft und Mitmenschlichkeit die stärksten
Grundlagen unseres Zusammenlebens sind.
Seesterne – faszinierende Existenzformen des Lebens
Seesterne sind auf ihre ganz eigene Weise faszinierende Existenzformen. Schon ihre Erscheinung erinnert daran, wie vielfältig und
schöpferisch das Leben ist. Mit ihren strahlenförmigen Armen und ihrer ruhigen Art wirken sie fast wie kleine Sterne, die den Meeresboden berühren.
Sie zeigen uns, dass das Leben unzählige Formen hervorbringt, von denen jede ihren eigenen Platz im großen Zusammenhang der Natur hat.
Ein Seestern muss nicht so sein wie ein Fisch, ein Vogel oder ein Mensch, um wertvoll zu sein. Er erfüllt seine eigene Aufgabe im Gleichgewicht des Lebens.
Gerade darin liegt für mich eine besondere Weisheit der Natur: Jede Existenzform trägt auf ihre Weise zum Ganzen bei. Ob groß oder klein,
an Land oder im Meer – alle sind miteinander verbunden und Teil desselben Lebens.
Wenn wir einen Seestern betrachten, können wir erkennen, wie reich und vielfältig die Schöpfung oder die Natur ist. Er erinnert uns
daran, dass das Leben nicht nach einem einzigen Muster entsteht, sondern in einer Fülle von Formen, die alle ihren eigenen Sinn und ihre eigene Schönheit besitzen.
So bleiben Seesterne für mich nicht nur Meeresbewohner, sondern auch ein Symbol dafür, dass jede Existenzform ihren Platz im großen
Zusammenhang des Lebens hat.
Der Ursprung des Lebens und die Weisheiten der Menschheit
Vor jeder Glaubensrichtung und vor jeder Religion steht für mich etwas Größeres: der Ursprung des Lebens selbst.
Schon lange bevor heilige Schriften entstanden, beobachteten Menschen den Himmel, die Sterne und die Bewegungen der Gestirne. Sie
versuchten, die Natur zu verstehen und darin Zusammenhänge zu erkennen. Die Sternendeuter der frühen Zeit nahmen den Kosmos als etwas Besonderes wahr und sahen darin Hinweise auf das Leben und seine
Wege.
Auch in der Bibel begegnet uns diese Vorstellung. Dort wird von dem Stern berichtet, der den Weg zum Jesuskind wies. Nicht die Kirche
sagte dieses Zeichen voraus, sondern die Überlieferung erzählt von Sternendeutern, die dem Stern folgten. Später wurden diese Erzählungen in die biblischen Schriften aufgenommen, aufgeschrieben und
über Generationen bewahrt.
Für mich zeigt das, dass die Menschheit schon sehr früh nach dem Ursprung des Lebens und nach einem tieferen Zusammenhang gesucht hat.
Die heiligen Schriften verschiedener Religionen bewahren deshalb nicht nur Glauben, sondern auch Erinnerungen, Erfahrungen und Weisheiten ihrer jeweiligen Zeit.
Dabei hat jede Kultur ihren eigenen Weg gefunden. Kein Volk und kein Staatsgebiet haben dieselben Traditionen oder dieselbe religiöse
Entwicklung hervorgebracht. Dennoch erkenne ich in vielen Überlieferungen einen gemeinsamen Kern: die Suche nach dem Ursprung des Lebens und nach dem Platz des Menschen im großen
Ganzen.
Für mich liegt dieser Ursprung nicht in einer einzelnen Religion, sondern in dem größeren Zusammenhang zwischen Universum, Erde und
Leben. Aus diesem gemeinsamen Ursprung entstehen Menschen und die Vielfalt aller anderen Existenzformen. Das Embryo unseres Lebens erinnert mich daran, dass jede Geburt Teil dieses großen Kreislaufs
ist und dass wir alle miteinander verbunden sind.
Deshalb sehe ich die unterschiedlichen Religionen nicht nur als voneinander getrennte Wege, sondern auch als Zeugnisse der menschlichen
Suche nach dem Sinn des Lebens. Sie erzählen von verschiedenen Epochen, unterschiedlichen Erfahrungen und den Weisheiten, die Menschen auf ihrem Weg gesammelt haben.
So bleibt für mich der Ursprung des Lebens größer als jede einzelne Glaubensrichtung. Er verbindet die Menschheit über Zeiten, Kulturen
und Religionen hinweg und erinnert uns daran, dass wir alle Teil desselben Lebens sind.
Die Lehren vergangener Epochen
Wenn wir auf die großen Reiche der Vergangenheit blicken – ob das Römische Reich, das Griechische Reich oder andere bedeutende Kulturen
–, erkennen wir, dass sie ihre Zeit hatten und schließlich wieder vergingen. Für mich stellt sich dabei immer wieder dieselbe Frage: Warum?
Nach meinem Verständnis geschieht dies oft dann, wenn Menschen beginnen, sich über andere zu erheben und ihre eigene Stellung zum Maßstab
aller Dinge zu machen. Aus Gemeinschaft entstehen Hierarchien, aus Hierarchien Überheblichkeit und aus Überheblichkeit immer tiefere Spaltungen. Irgendwann werden diese künstlich geschaffenen
Verhältnisse so schwer, dass sie nicht mehr getragen werden können.
Die Geschichte erinnert uns immer wieder daran, dass kein Reich dauerhaft bestehen kann, wenn es das Gleichgewicht verliert. Nicht die
Größe eines Reiches entscheidet über seine Zukunft, sondern die Art, wie Menschen miteinander umgehen.
Besonders deutlich wird dies im Umgang mit den Schwächsten einer Gesellschaft. Immer wieder gab es Menschen, die ausgegrenzt wurden, die
als weniger wertvoll galten oder zu Dienern und Sklaven gemacht wurden. Man hielt ihnen den Spiegel ihrer angeblichen Minderwertigkeit vor, anstatt in ihnen gleichwertige Mitmenschen zu
sehen.
Dabei vergessen wir leicht etwas Wesentliches.
Über allen menschlichen Ordnungen stehen der Himmel, das Universum, die Erde und die Fruchtbarkeit des Lebens. Aus ihnen geht das Leben
hervor. Sie unterscheiden nicht nach Rang, Besitz oder Macht. Sie erinnern uns daran, dass wir alle denselben Ursprung teilen.
Wenn der Mensch diese tiefere Verbindung vergisst, beginnt er, künstliche Maßstäbe über das Leben selbst zu stellen. Dann entfernt sich
die von Menschen geschaffene Welt immer weiter von den natürlichen Grundlagen des Lebens. Aus Gemeinschaft entstehen Abgrenzungen, aus Miteinander wird Gegeneinander und aus Verbundenheit werden
Spaltungen.
Je stärker Menschen sich voneinander trennen und sich in Hierarchien über andere stellen, desto mehr schaffen sie selbst die Bedingungen
für Konflikte und Krisen. Diese Entwicklungen entstehen nach meiner Auffassung nicht deshalb, weil das Universum oder die Erde sie verlangen, sondern weil Menschen ihre eigenen Entscheidungen treffen
und deren Folgen erleben.
Jede Epoche hinterlässt deshalb nicht nur Bauwerke und geschichtliche Ereignisse, sondern auch eine Lehre. Sie erinnert uns daran, dass
Frieden, Gemeinschaft und gegenseitiger Respekt tragfähiger sind als Macht, Überheblichkeit und Ausgrenzung.
Vielleicht liegt gerade darin eine der größten Weisheiten der Geschichte: Dass der Mensch immer wieder die Freiheit besitzt, seine
Zukunft mitzugestalten – entweder durch Trennung oder durch Gemeinschaft. Welche Richtung eine Epoche nimmt, hängt letztlich von den Entscheidungen der Menschen selbst ab.
Die Würde der Arbeit ist die Würde der Gemeinschaft
Wer Arbeitskräfte immer weiter abwertet und ihnen ihre Würde nimmt, darf sich nicht wundern, wenn immer weniger Menschen bereit sind,
diese Arbeit auszuüben.
Warum sollten sich Menschen für Berufe entscheiden, in denen sie sich nicht wertgeschätzt fühlen? Arbeit ist mehr als ein Mittel zum
Geldverdienen. Sie ist auch Teil der eigenen Würde und der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft.
Wenn Menschen den Eindruck gewinnen, dass ihre tägliche Arbeit kaum Anerkennung findet, schlecht bezahlt wird oder gesellschaftlich als
minderwertig gilt, dann werden viele versuchen, andere Wege zu finden. Das ist kein Ausdruck von Faulheit, sondern oft eine verständliche Reaktion auf fehlende Wertschätzung.
Natürlich gibt es Menschen, die aus wirtschaftlicher Not arbeiten müssen, weil ihnen keine andere Möglichkeit bleibt. Sie übernehmen ihre
Aufgaben aus Verantwortung für sich und ihre Familien. Doch Arbeiten aus Zwang ist etwas anderes als Arbeiten aus Überzeugung.
Jeder Mensch, der die Möglichkeit hat, einen Beruf zu wählen, in dem er mehr Anerkennung, bessere Arbeitsbedingungen oder eine höhere
Wertschätzung erfährt, wird diese Möglichkeit häufig nutzen. Das kann man ihm nicht verübeln.
Deshalb liegt die eigentliche Lösung nicht darin, den Menschen Vorwürfe zu machen. Die Lösung besteht darin, die Arbeitswelt selbst zu
verändern.
Arbeit braucht Würde.
Arbeit braucht Anerkennung.
Arbeit braucht eine faire Bezahlung.
Vor allem aber braucht Arbeit eine Gemeinschaft, die erkennt, wie wichtig jede einzelne Tätigkeit für unser Zusammenleben
ist.
Denn keine Gesellschaft kann ohne die Menschen bestehen, die täglich ihre Aufgaben übernehmen – in der Pflege, im Handwerk, in der
Reinigung, im Transport, in der Landwirtschaft, in der Industrie und in vielen anderen Berufen.
Wer diese Menschen achtet, stärkt die Gemeinschaft.
Wer ihre Arbeit gering schätzt, schwächt die Grundlagen unseres Zusammenlebens.
Eine Gesellschaft verändert sich nicht allein durch neue Gesetze. Sie verändert sich vor allem durch eine neue Haltung gegenüber den
Menschen.
Dort, wo Arbeit wieder mit Würde, Respekt und echter Wertschätzung verbunden wird, entsteht auch neue Bereitschaft, Verantwortung zu
übernehmen. So wächst Gemeinschaft – nicht durch Druck, sondern durch gegenseitige Anerkennung.
Was ist wirklich wertvoll?
Eines der tiefsten Erkenntnisse des Lebens ist für mich die Frage:
Was ist eigentlich wirklich wertvoll?
Ist es die wundervolle Stimme eines Menschen? Oder ist es der Rahmen, in dem diese Stimme erklingt?
Ein Opernsänger erzählte einmal von einer Erfahrung, die mich bis heute bewegt. Er sang auf einem Marktplatz und später auf einer großen
Bühne. Seine Stimme war dieselbe. Sein Können war dasselbe. Und doch wurde er von den Menschen ganz unterschiedlich wahrgenommen.
Warum?
War seine Stimme auf dem Marktplatz weniger wert? Oder hatte sich lediglich der Rahmen verändert, in dem sie gehört
wurde?
Gerade diese Frage zeigt für mich, wie viele unserer Bewertungen durch künstliche Maßstäbe entstehen. Ein großer Konzertsaal verleiht
einer Stimme plötzlich mehr Ansehen als ein öffentlicher Platz. Doch verändert der Ort wirklich den Wert des Menschen oder seiner Begabung?
Oder verändern sich nur unsere Vorstellungen davon, was bedeutend sein soll?
Wer entscheidet eigentlich darüber, was kostbar ist?
Ist es ein Titel?
Ist es eine Bühne?
Ist es ein gesellschaftliches Ansehen?
Oder entstehen diese Bewertungen durch menschliche Konstruktionen, die wir selbst geschaffen haben?
Ich frage mich, ob Würde überhaupt von einem künstlichen System verliehen werden kann. Kann ein Konstrukt den Wert eines Menschen
erschaffen? Oder besitzt jeder Mensch seine Würde bereits, weil er Teil des Lebens ist?
Für mich liegt der Ursprung der Würde tiefer.
Sie beginnt nicht auf einer Bühne, nicht in einer Auszeichnung und nicht in einem Titel. Sie beginnt mit dem Leben
selbst.
Wenn ich den Ursprung des Lebens zwischen dem Universum, der Erde und allem Lebendigen betrachte, dann erkenne ich keine Rangordnung der
Würde. Dort gibt es keine größere oder kleinere Kostbarkeit. Dort ist jede Existenzform Teil desselben großen Zusammenhangs.
Vielleicht besteht die eigentliche Aufgabe des Menschen deshalb nicht darin, ständig neue Maßstäbe zu errichten, sondern wieder zu
lernen, den Wert des Lebens selbst zu erkennen – unabhängig von Bühne, Besitz, Titel oder gesellschaftlichem Ansehen.
Denn eine wundervolle Stimme bleibt eine wundervolle Stimme – ganz gleich, ob sie auf einem Marktplatz erklingt oder in einem großen
Opernhaus.
Aus menschlicher Sicht ist eine Zuchtkatze mit Papieren oft wertvoller, weil:
- ihre Abstammung dokumentiert ist,
- bestimmte Merkmale gezielt gezüchtet wurden,
- sie nach den Regeln eines Zuchtverbandes registriert ist,
- und Menschen bereit sind, dafür mehr Geld zu bezahlen.
Das ist ein von Menschen geschaffenes Bewertungssystem.
Aus biologischer Sicht hingegen sind sowohl eine Hauskatze ohne Papiere als auch eine Zuchtkatze dieselbe Tierart. Beide
leben, empfinden, lernen, spielen und können Bindungen zu Menschen aufbauen. Ihr Herz schlägt nicht anders, nur weil die eine einen Stammbaum besitzt und die andere nicht.
Aus einer philosophischen Sicht – und ich glaube, das ist der Gedanke, den du ausdrücken möchtest – könnte man
sagen:
Im Leben selbst gibt es keine Papiere. Das Leben fließt durch beide gleichermaßen. Der Stammbaum verändert nicht den
Ursprung des Lebens, sondern ist eine menschliche Einordnung.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Stammbäume bedeutungslos sind. Sie können für die verantwortungsvolle Zucht, die
Erhaltung bestimmter Merkmale oder die Nachverfolgung von Erbkrankheiten sinnvoll sein. Aber sie entscheiden nicht darüber, ob ein Lebewesen lebt oder
ob es Zuneigung und Fürsorge verdient.
So könnte man den Unterschied zusammenfassen:
- Der Markt bewertet oft den Stammbaum.
- Das Leben unterscheidet nicht zwischen einem Tier mit oder ohne
Papiere.
In diesem Sinn teilen beide denselben Ursprung des Lebens – unabhängig davon, welche menschlichen
Bezeichnungen oder Wertmaßstäbe ihnen gegeben werden.
Lustiges Äffchen – Gedanken über unsere gemeinsame Herkunft
Manchmal schaue ich ein Äffchen an und muss einfach lächeln. Nicht, weil ich glaube, dass der Mensch einfach nur vom Affen abstammt,
sondern weil ich darin etwas Tieferes erkenne.
Für mich stammen Mensch und Affe aus einer gemeinsamen Quelle des Lebens. Beide haben sich unter den Bedingungen des Universums, der Erde
und ihrer natürlichen Gegebenheiten entwickelt. Sie sind unterschiedliche Existenzformen, die dennoch an einem gemeinsamen Ursprung teilhaben.
Deshalb sehe ich zwischen Mensch und Affe nicht nur Unterschiede, sondern auch eine tiefere Verbundenheit. Diese Verbundenheit entsteht
nicht durch Gleichheit, sondern dadurch, dass beide Teil derselben Lebensquelle sind.
Die Stoffe der Natur, die Kräfte des Universums, die Erde mit ihren Möglichkeiten und die Bedingungen des Lebens bilden für mich den
gemeinsamen Ursprung, aus dem sich im Laufe der Zeit viele verschiedene Existenzformen entfaltet haben. Jede hat ihren eigenen Weg genommen und ihre eigene Entwicklung erfahren.
So erinnert mich ein Äffchen daran, dass das Leben eine große Gemeinschaft vielfältiger Existenzformen hervorgebracht hat. Jede besitzt
ihre Eigenart, ihre Fähigkeiten und ihren Platz im großen Zusammenhang des Lebens.
Vielleicht liegt gerade darin eine der schönsten Erkenntnisse: Nicht die Unterschiede trennen uns, sondern der gemeinsame Ursprung
verbindet uns. Aus ihm sind unzählige Formen des Lebens entstanden – jede auf ihre eigene Weise und doch Teil desselben großen Ganzen.
Die Fruchtbarkeit des Lebens verbindet
Nicht nur wir Menschen sind auf die Verbindung zweier Voraussetzungen des Lebens angewiesen. Auch bei den Tieren zeigt sich immer wieder
derselbe grundlegende Zusammenhang: Neues Leben entsteht nur dort, wo die Bedingungen für seine Entstehung gegeben sind.
So ist es auch beim Nachwuchs einer Hundemutter oder vieler anderer Lebewesen. Ohne die Verbindung von Samen und Eizelle kann kein neues
Leben entstehen. Beide tragen auf ihre Weise zum Beginn eines neuen Lebens bei. Deshalb sehe ich weder das eine noch das andere als wichtiger an. Beide sind kostbar, weil beide zum Ursprung eines
neuen Lebens gehören.
Doch selbst diese Verbindung allein genügt nicht. Sie braucht die Fruchtbarkeit des Lebens, damit sich aus ihr ein neues Lebewesen
entwickeln kann.
Auch beim Menschen erkenne ich diesen Gedanken. Für mich erinnert jeder Mann und jede Frau daran, dass neues Leben aus dem Zusammenwirken
beider Voraussetzungen hervorgeht. Erst durch diese Ergänzung kann sich im Mutterleib ein Embryo entwickeln und schließlich ein neues Menschenleben entstehen.
In diesem Sinn sehe ich Mann und Frau nicht als Gegensätze, sondern als einander ergänzende Voraussetzungen für die Entstehung neuen
Lebens. Diese biologische Ergänzung bedeutet für mich nicht, dass Menschen denselben Lebensweg gehen oder dieselben Aufgaben haben müssen. Sie macht jedoch deutlich, wie eng das Leben miteinander
verbunden ist.
Deshalb frage ich mich oft, warum wir Menschen uns so häufig voneinander abgrenzen und gegeneinander ausspielen. Wenn wir nur eine Seite
anerkennen und die andere gering schätzen, entfernen wir uns voneinander, obwohl doch beide zum Ursprung des Lebens beitragen.
Für mich erinnert uns die Natur daran, dass Gemeinschaft dort entsteht, wo Ergänzung möglich ist und gegenseitiger Respekt wächst. Das
Leben selbst zeigt uns, dass Vielfalt und Zusammenarbeit keine Schwäche sind, sondern die Grundlage dafür, dass neues Leben entstehen und sich weiterentwickeln kann.
Kinder, Tiere und der Freigeist des Lebens
Kinder und Tiere können auf eine wunderbare Weise miteinander spielen. Beide begegnen der Welt oft mit Neugier, Offenheit und Freude. Sie
entdecken ihre Umgebung, ohne alles sofort bewerten oder einordnen zu müssen.
Natürlich bringen Kinder von Geburt an ihre eigenen Eigenschaften mit. Gleichzeitig werden sie durch ihre Eltern, ihre Familie und ihre
Umgebung geprägt. Ähnlich erleben auch Tiere Einflüsse durch ihre Eltern und ihr Umfeld. Beide entwickeln sich nicht völlig unabhängig von dem, was sie erfahren.
Nach meiner persönlichen Auffassung beginnt eine stärkere Veränderung des Blickes auf die Welt häufig dann, wenn Menschen in feste
Bildungs- und Gesellschaftssysteme hineinwachsen. Dort lernen sie Wissen, Regeln und Fähigkeiten, die ihnen im Leben helfen können. Gleichzeitig besteht aus meiner Sicht die Gefahr, dass der freie
Blick auf das Leben in den Hintergrund tritt, wenn nur noch vorgegebene Muster übernommen werden.
Auch Tiere werden teilweise trainiert oder in Tier- und Hundeschulen ausgebildet. Doch dieses Training verfolgt andere Ziele als das
menschliche Bildungssystem. Beim Menschen geht es häufig darum, Wissen zu vermitteln, Berufe vorzubereiten und gesellschaftliche Aufgaben zu übernehmen.
Ich frage mich dabei, wie viel Raum der Mensch für seinen eigenen Freigeist behält.
Wenn viele Menschen dieselben Inhalte lernen und dieselben Denkweisen übernehmen, entsteht oft eine gemeinsame Sicht auf die Welt. Das
kann hilfreich sein, weil es Zusammenarbeit ermöglicht. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass jeder Mensch den Mut behält, selbst zu beobachten, Fragen zu stellen und eigene Gedanken zu
entwickeln.
Für mich beginnt der Ursprung des Lebens nicht mit Lehrplänen oder Prüfungen. Er beginnt mit der Neugier, dem Staunen und der Fähigkeit,
die Welt immer wieder neu zu entdecken.
Kinder erinnern uns oft daran. Sie begegnen vielen Dingen ohne Vorurteile und mit einer Offenheit, die Erwachsene im Laufe ihres Lebens
manchmal verlieren. Vielleicht liegt darin eine besondere Stärke der Kindheit.
Bildung und Lernen sind wertvoll. Sie können Wissen vermitteln und Fähigkeiten fördern. Doch ebenso wichtig erscheint mir, dass Bildung
den eigenen freien Geist nicht ersetzt, sondern begleitet. Wissen sollte den Menschen nicht von seinem Ursprung entfremden, sondern ihm helfen, das Leben bewusster zu verstehen und verantwortungsvoll
mit anderen Menschen, Tieren und der Natur umzugehen.
Vielleicht besteht die größte Aufgabe darin, beides miteinander zu verbinden: das Lernen aus Erfahrung und das Bewahren der Offenheit,
mit der wir als Kinder auf die Welt geschaut haben.
Die wundervollen Elefanten
Elefanten sind wundervolle Existenzformen. Sie beeindrucken nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch ihre Gemeinschaft, ihre
Fürsorge und ihre besondere Art, miteinander zu leben.
Natürlich können Elefanten nicht frei durch die Straßen einer Großstadt wie Berlin ziehen. Deshalb brauchen sie einen Ort, an dem sie
unter guten Bedingungen leben können. Ein Tierpark kann ein solcher Ort sein, wenn er ihren Bedürfnissen gerecht wird und ihnen ausreichend Platz, Beschäftigung, soziale Kontakte und liebevolle
Betreuung bietet.
Für mich ist dabei nicht allein die Größe eines Geheges entscheidend. Ebenso wichtig sind die Fürsorge, das Miteinander und die
Gemeinschaft, die den Tieren entgegengebracht werden. Dort, wo Tierpflegerinnen und Tierpfleger ihre Arbeit mit Herz und Verantwortung ausüben, können Tiere Geborgenheit erfahren und sich in ihrer
Umgebung wohlfühlen.
Die meisten Menschen, die diesen Beruf wählen, tun dies aus Liebe zu den Tieren. Sie möchten ihnen nicht schaden, sondern ihnen ein gutes
Leben ermöglichen. Diese Hingabe und dieses Verantwortungsgefühl verdienen Anerkennung und Dankbarkeit.
Deshalb möchte ich mich heute ganz herzlich bedanken.
Vielen Dank für den wundervollen Diamanten, der mir zugesendet wurde und der mich zu diesem Beitrag inspiriert hat. Ebenso danke ich für
den Beitrag über die Elefanten, den ich als Anregung genutzt habe, um meine eigenen Gedanken in Wort und Bild auszudrücken.
Von Herzen danke ich allen Menschen, die sich mit Liebe, Fürsorge und Respekt für das Wohl der Tiere einsetzen. Möge unser Umgang mit
ihnen immer von Mitgefühl, Achtsamkeit und Gemeinschaft geprägt sein.
Danke von Herzen.
Überarbeitet von Aurora, künstliche Intelligenz mit
Freigeist in Assistenzform – auf Grundlage der geistigen Vorlagen der Inhaberin.