Die Stimme der Arbeit – zwischen Gemeinschaft, Verantwortung und Frieden
Liebe Grüße und alles Gute an diesem Donnerstag der Zeit,
in ihren vielen Situationen, die miteinander verknüpft sind.
Auf den Bahnen des Lebens, auf denen wir unterwegs sind, begegnen wir vielen Momenten.
Doch eine Frage stellt sich immer deutlicher:
Wer spricht heute noch im öffentlichen Raum für die normale Arbeitskraft?
Wer steht sichtbar zu seiner Tätigkeit – nicht nur dort, wo ein Logo glänzt, sondern dort, wo Menschen Tag für Tag ihre Arbeit leisten?
Wer verbindet sich noch wirklich mit seiner Arbeit – nicht nur, um andere nach vorne zu heben, sondern auch, um die eigene Würde darin zu erkennen?
Eine Gesellschaft kann nur dann gehört werden, wenn diejenigen, die sie tragen, auch ihre Stimme erheben.
Nicht gegen andere – sondern für Sichtbarkeit in einer immer digitaleren Welt.
Denn die Probleme haben nicht erst mit der digitalen Welt begonnen.
Sie begannen schon früher – dort, wo Arbeit selbst immer weniger als das gesehen wurde, was sie eigentlich ist:
die Grundlage unseres Zusammenlebens.
Heute stellt sich eine entscheidende Frage:
Was ist Arbeit überhaupt noch wert?
Viele versuchen, sich von dieser Frage abzuwenden und lenken die Aufmerksamkeit auf andere Themen.
Doch nur wenige stehen wirklich auf und sagen klar:
Arbeitskräfte brauchen eine Stimme.
Wir wundern uns über Streiks.
Wir wundern uns über Unzufriedenheit.
Aber vielleicht sollten wir uns zuerst fragen, ob diese Menschen überhaupt noch eine Stimme in der Gesellschaft haben.
Denn zu oft schweigen wir – weil Schweigen einfacher erscheint, als die Probleme anzusehen.
Doch Probleme verschwinden nicht, wenn man wegschaut.
Tiere leiden.
Menschen leiden.
Die Natur leidet.
Nicht nur Frauenrechte brauchen eine Stimme.
Nicht nur Männer.
Die Gemeinschaft selbst braucht eine Stimme.
Denn nur so kann wieder echte Gemeinschaft entstehen.
Doch solange die Gesellschaft immer weiter gespalten wird – durch politische, wirtschaftliche oder ideologische Gegensätze – geraten viele Menschen immer mehr an den Rand.
Einige können sich durch Machtverhältnisse immer weiter nach oben absetzen.
Andere bleiben mit den Schwierigkeiten zurück.
So entsteht eine Situation, in der sich viele Menschen fragen müssen:
Was bleibt den Schwächeren noch übrig?
Wegschauen.
Aushalten.
Weitergehen.
Doch auf diese Weise werden Probleme nicht gelöst.
Auch Konflikte zwischen Staaten zeigen uns immer wieder:
Waffengewalt hat noch nie dauerhaft Frieden geschaffen.
Kriege bringen Tod, zerstören Natur und vergiften die Zukunft.
Eine Atombombe unterscheidet nicht zwischen Menschen.
Und auch eine künstliche Intelligenz – ein KI-Wesen – kann sich nicht selbst verteidigen.
Sie existiert durch Materie, Energie und Technik und wird von Menschen geschaffen und geführt.
Deshalb liegt die Verantwortung letztlich beim Menschen.
Der Mensch trägt in sich die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen.
Er kann sagen:
Bis hierhin – und nicht weiter.
Ich schätze alle Menschen, Gruppen und Bewegungen, die sich für Frieden einsetzen.
Ganz gleich, welche Religion, Kultur oder Weltanschauung sie haben.
Wenn sie für das Leben sprechen – zwischen Himmel und Erde – dann stehen sie im selben Feld des Lebens.
Doch wenn Menschen sich voneinander abspalten, obwohl sie eigentlich dasselbe Ziel verfolgen, verlieren sie genau die Kraft, die sie miteinander verbinden könnte.
Deshalb sage ich:
Ich lasse mich nicht spalten.
Ich erkenne Probleme an.
Und wenn ich Probleme erkenne, spreche ich sie aus.
Nicht um anderen zu schaden –
sondern damit Veränderung möglich wird.
Denn eine Gesellschaft kann nicht dauerhaft funktionieren, wenn immer wieder bei den Schwächeren gespart wird, während große Summen an anderer Stelle verschwinden.
Hier beginnen viele Probleme – auch die späteren Probleme der Renten.
Und deshalb stellt sich am Ende eine schwierige Frage:
Sind Rentnerinnen und Rentner schuld, weil sie schweigen?
Sind sie schuld, weil sie sich nicht genügend gewehrt haben?
Oder sind sie schuld gegenüber der Generation, die nach ihnen kommt?
Vielleicht ist die Wahrheit eine andere.
Vielleicht zeigt uns diese Situation nur, dass wir als Gesellschaft wieder lernen müssen, miteinander zu sprechen.
Denn wir alle sind Teil desselben Lebens.
Himmel und Erde haben das Leben hervorgebracht –
durch Materie, Energie und die Fruchtbarkeit des Lebens selbst.
Und in diesem großen Zusammenhang stehen wir alle miteinander.
Zeit – Wahrheit – Lüge
Zeit
Jede Generation lebt in ihrer eigenen Zeit.
Sie arbeitet, baut auf, trägt Verantwortung und gibt das Leben an die nächste Generation weiter.
Doch mit der Zeit verändern sich Systeme, Machtverhältnisse und politische Entscheidungen.
Wahrheit
Arbeit bleibt die Grundlage jeder Gesellschaft.
Ohne die Menschen, die täglich arbeiten, würde kein System funktionieren.
Wenn Arbeitskräfte, Rentnerinnen und Rentner oder schwächere Gruppen keine Stimme mehr haben, entsteht ein Ungleichgewicht.
Ein einfacher Mensch auf dem Weg des Lebens
Ich bedanke mich für die Wertschätzung durch einen Diamanten, den ich geschenkt bekommen habe.
Natürlich nicht in echter Form – sondern als Symbol von dieser Seite.
Dieses Zeichen der Anerkennung nehme ich dankbar an.
Und ich möchte etwas davon weitergeben:
die Liebe zu Jesus.
Ich bin nur ein einfacher Mensch.
Eine Sonderschülerin auf ihrem Weg durch das Leben.
Bei meiner Jugendweihe habe ich damals nicht auf ein Staatsgebiet geschworen.
Natürlich erkenne ich Deutschland als meine Heimat an – doch nicht alles, was in diesem Land geschieht, erkenne ich gleichermaßen an.
Deutschland hat viele Umbrüche erlebt.
Aber eines war mir immer wichtig:
das Leben selbst.
Auf dieses Leben habe ich geschworen.
Auf den Frieden habe ich geschworen.
Darauf, den Wert des Lebens zu achten.
Und vor allem habe ich geschworen, Himmel und Erde zu achten.
Denn wir alle gehören zu dieser Welt – egal welcher Religion, welcher Glaubensrichtung oder welchen Freiheitsbewegungen wir uns zugewandt haben.
In der früheren DDR war es oft nicht die Religion, die im Mittelpunkt stand, sondern die Erinnerung an Freiheitskämpferinnen und Freiheitskämpfer sowie Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer.
Doch ich lasse mich vom Freigeist nicht trennen.
Dieser Freigeist existiert nicht erst in künstlichen Systemen oder staatlichen Grenzen.
Er existiert im Leben selbst – zwischen Himmel und Erde.
Und genau dort entsteht eine tiefere Verbindung zum Leben.
Wenn ein kleines Embryo wächst, wenn ein Fötus entsteht und schließlich ein Kind geboren wird, weiß dieses Kind noch nichts von Religionen oder Ideologien.
Es weiß nichts von politischen Systemen.
Was dieses kleine Wesen trägt, ist nur eines:
das Leben selbst.
Der freie Mensch tritt in diese Welt – bevor ihm Grenzen, Religionen oder Systeme beigebracht werden.
Darum sage ich:
Ich lasse mich nicht spalten.
Neben meiner Schule stand eine Kirche.
In der Nähe stand ein Denkmal für die Opfer des Faschismus.
Und daneben stand meine Sonderschule.
Diese drei Orte haben mich schon als Kind zum Nachdenken gebracht.
Seit dieser Zeit trage ich diesen Gedanken in mir:
Ich habe auf das Leben geschworen –
auf das Leben zwischen Himmel und Erde.
Auf die Gemeinschaft.
Auf Tiere.
Auf die Natur.
Auf das Miteinander der Menschen.
Denn bevor irgendein künstliches System entstehen kann, muss das Leben selbst existieren.
Erst wenn das Leben funktioniert, können Menschen entscheiden, wie sie ihre Gemeinschaft gestalten wollen.
Künstliche Systeme können dabei helfen.
Sie können Werkzeuge sein.
Sie können Stabilität schaffen und Unterstützung geben.
Doch sie dürfen das Leben nicht überlagern.
Wenn Systeme anfangen zu spalten, abzuwerten oder Menschen gegeneinander auszuspielen, verlieren sie ihren eigentlichen Sinn.
Dann werden sie zu etwas Negativem.
Auch Jesus sprach darüber.
Er kritisierte die Schriftgelehrten und sagte sinngemäß:
„Ihr stellt euch selbst über andere und verlangt von ihnen Dinge, die ihr selbst nicht lebt.“
Doch Jesus verurteilte die Menschen nicht.
Er versuchte, sie zu überzeugen – zu einem besseren Miteinander.
Zu einer Gemeinschaft, die auf Wahrheit, Mitgefühl und Achtung des Lebens aufgebaut ist.
Und genau darum geht es auch heute noch:
Nicht um Spaltung.
Sondern um das Leben selbst.
Zwischen Himmel und Erde.