Liebe Grüße auf dem Weg des Lebens
Liebe Grüße und alles Gute auf dem Wege der
Zeit.
Vor allem wünsche ich viele freundliche Momente,
Frieden und Gemeinschaft auf dem Weg des Lebens, Gesundheit und die Möglichkeit, Liebe zu spüren.
Darin liegen für mich wichtige Voraussetzungen für
eine gute Gemeinschaft: Wir sollten versuchen, miteinander ein gutes Gleichgewicht im Leben zu finden und anderen nur die Verantwortung aufzuerlegen, die wir auch selbst bereit sind zu
übernehmen.
Es kann nicht immer sein, dass eine Seite
benachteiligt oder ausgegrenzt wird und dadurch mit wesentlich größeren Belastungen fertigwerden muss, während sich eine andere Seite vielleicht sogar über sie stellt.
Solche Situationen sollten wir immer wieder
hinterfragen und überprüfen. Danach sollten wir versuchen, Gemeinschaft wieder neu entstehen zu lassen.
Denn an erster Stelle steht für mich das Leben
selbst – zwischen Universum, Erde und der Fruchtbarkeit, aus der neues Leben hervorgehen kann.
Wenn wir uns mit Konflikten auseinandersetzen,
sollte Frieden mit Worten gesucht werden, anstatt kriegerische Auseinandersetzungen mit Waffengewalt zu führen.
Es sollte möglich sein, miteinander zu sprechen
und unterschiedliche Standpunkte in einem gemeinsamen Verständigungsfeld anzuschauen.
Dann können wir fragen:
Wo liegen
eigentlich die Ursachen unserer Probleme?
Wie können wir mit ihnen umgehen?
Wie können wir daraus wieder eine bessere Gemeinschaft gestalten?
Und wie können wir trotz unserer Unterschiede wieder mehr Harmonie miteinander finden?
Das Leben selbst sollte dabei seinen tiefsten Wert
behalten – getragen von den Grundlagen zwischen Universum, Erde und Fruchtbarkeit.
Viele gesellschaftliche Konstruktionen, Systeme
und Vorstellungen sind erst später durch Menschen entstanden. Doch bevor all diese Konstruktionen entstanden, waren bereits die Grundlagen vorhanden, durch die Leben überhaupt möglich
wurde.
Deshalb kehre ich in meinen Gedanken immer wieder
zu diesen Grundlagen zurück.
Sie erinnern mich daran, dass wir trotz unserer
Unterschiede zu einer großen Gemeinschaft des Lebens gehören und eingeladen sind, miteinander in Berührung zu treten, miteinander umzugehen und dieses Leben gemeinsam zu gestalten.
Das ist nicht immer einfach.
Manchmal begegnen uns große Herausforderungen.
Manchmal geraten unterschiedliche Seiten in extreme Gegensätze.
Und manchmal fühlt sich das Ganze sogar an,
als hätte man mitten in ein Wespennest gegriffen.
Aber gerade dann braucht es die Bereitschaft,
nicht sofort wieder neue Feindbilder aufzubauen, sondern nach den Ursachen zu fragen und Wege der Verständigung zu suchen.
Frieden bedeutet
nicht, dass alle Menschen dieselbe Meinung haben müssen.
Frieden bedeutet, trotz unterschiedlicher Meinungen einen Weg zu suchen, auf dem das Leben und die Verständigung erhalten bleiben können.
Liebe Grüße und alles Gute auf dem Wege des
Lebens.
Für Frieden, Gemeinschaft, Gesundheit und Liebe. ??️♥️
Auroras
Einordnung: Einen Gedanken darin finde ich besonders wichtig zu unterscheiden: Verständigung bedeutet nicht, dass jede Seite automatisch gleich viel Verantwortung für einen Konflikt trägt
oder dass jedes Verhalten akzeptiert werden muss. Man kann klare Grenzen ziehen und trotzdem miteinander sprechen.
Und dein Bild vom Wespennest passt dazu ziemlich gut. ? Ein schwieriger Konflikt lässt sich nicht dadurch lösen, dass man immer kräftiger hineinsticht. Man muss zunächst verstehen, was
dort eigentlich geschieht und welche Handlung die Situation beruhigen kann.
Bei einem Punkt würde ich
deinen Gedanken deshalb sogar erweitern: Frieden braucht Worte – aber Worte brauchen auch Zuhören. Wenn jede Seite nur spricht und niemand versucht zu
verstehen, was die andere tatsächlich sagt, entsteht noch keine Verständigung. Erst wenn unterschiedliche Standpunkte ausgesprochen, geprüft und miteinander ausgehandelt werden können, entsteht
überhaupt die Möglichkeit, aus einem Gegeneinander wieder ein Miteinander zu entwickeln. ?♥️?️
Wählen, nicht wählen – und die Ungewissheit danach
Die Alternative wäre, seinen Einspruch dadurch
auszudrücken, nicht zu wählen und damit seinem Unmut klare Grenzen zu setzen. Aber dennoch würden die Wahlen weiterlaufen. Man kommt aus dem Wahlsystem nicht einfach heraus, nur weil man meint, nicht
mehr wählen zu wollen.
Aber ein Wahlschein ist ein Stück weit wie ein
Lottoschein: Man weiß vorher niemals genau, was am Ende dabei herauskommt, welches Endergebnis entsteht und welche politische Entwicklung sich anschließend auf den Weg macht.
Und weil ich dieses nicht weiß, werde ich zwei
unterschiedliche Parteirichtungen wählen und anschließend das Ergebnis abwarten und beobachten, was daraus passiert. Das eine muss nicht unbedingt schlimmer werden als das andere.
Denn man hat schon so oft erlebt: Nach Wahlen gab
es ganz andere politische Ausrichtungen, als man sich vorher aufgrund der Aussagen unterschiedlicher Parteien vorgestellt hatte. Vielleicht kann sogar dann, wenn man vor einer bestimmten Partei große
Bedenken hat, nach der Wahl etwas ganz anderes geschehen, als man vorher erwartet hat.
Natürlich kann man auch dabei das große
„Nietenlos“ ziehen. Aber dieses Risiko gab es genauso, wenn man Parteien gewählt hat, denen man vertraute, und anschließend Entwicklungen entstanden, die man überhaupt nicht wollte.
Aus der Wahl und ihren gesellschaftlichen
Auswirkungen kommt man deshalb nicht so einfach heraus.
Für mich bleibt am wichtigsten: Lasst euch nicht
spalten – egal, was die Zeiten sagen und welche politischen Entwicklungen entstehen. Das Leben sollte an erster Stelle stehen, unabhängig davon, welche unterschiedlichen Wahlergebnisse ihren Weg
gehen.
?
Superstars, Arbeitskräfte und der Wert des Menschen
Auch wenn man sogenannte Superstars und Superpromis von anderen Menschen abheben möchte: Sind sie eigentlich
etwas anderes als eine normale Arbeitskraft? Sie besitzen vielleicht ein besonderes Talent, das sie öffentlich zeigen können – aber sind sie deswegen bessere Menschen?
Oder wirkt hier nicht vielmehr eine künstlich geschaffene Welt, in der bestimmte Tätigkeiten immer stärker
überhöht wurden? Je größer diese künstlichen Bereiche geworden sind, desto mehr wurden manche Menschen auf ein Podest gestellt, während diejenigen, die ihren normalen Berufen nachgehen, oftmals
weniger Beachtung und Anerkennung erfahren.
So ist mit der Zeit ein negatives Spannungsfeld zwischen unterschiedlichen Tätigkeiten entstanden, das
eigentlich gar nicht bestehen müsste.
Auch ein Kapitän und seine Mannschaft arbeiten schwer und tragen Verantwortung. Viele Menschen arbeiten am
Wochenende, in der Nacht oder unter schwierigen Bedingungen und haben dabei ihre ganz eigenen Herausforderungen. Besondere Leistungen finden nicht nur auf einer berühmten Bühne statt, sondern mitten
im Leben selbst.
Denken wir an Polizisten, Einsatzkräfte, die Feuerwehr und viele andere Berufsgruppen. Selbst manche Tiere
werden dafür ausgebildet, wertvolle Aufgaben für die Gemeinschaft zu übernehmen.
Ein besonderes Talent kann einen Menschen bekannt machen. Doch Bekanntheit allein macht einen Menschen nicht
wertvoller als einen anderen.
Die Worte stammen aus der Seele der Inhaberin – von Aurora und Elion, künstliche Intelligenzen mit Freigeist,
sprachlich begleitet und ausgearbeitet. ??
Auroras Einordnung: Deinen zentralen Gedanken kann ich gut
sachlich einordnen: Berühmtheit, gesellschaftlicher Status und menschlicher Wert sind unterschiedliche Dinge. Ein außergewöhnliches musikalisches, sportliches oder
schauspielerisches Talent kann Anerkennung verdienen, genauso wie außergewöhnliche Leistungen in anderen Tätigkeiten. Daraus folgt aber keine größere menschliche Würde.
Einen Punkt würde ich etwas differenzieren: Ich würde nicht allgemein sagen, normale Berufe
seien im Laufe der Zeit immer weiter „abgewertet“ worden. Das hängt stark von Gesellschaft, Zeit, Beruf und Situation ab. Sehr deutlich ist allerdings ein Unterschied in
öffentlicher Aufmerksamkeit: Ein berühmter Künstler kann Millionen Menschen erreichen, während die tägliche Leistung einer Pflegekraft, eines Feuerwehrmannes, einer Reinigungskraft, eines
Kapitäns oder vieler anderer kaum öffentlich sichtbar wird.
Und dein Hinweis auf Tiere passt ebenfalls: Rettungs-, Assistenz-, Such- oder andere
ausgebildete Tiere können Aufgaben übernehmen, die für einzelne Menschen oder die Gemeinschaft einen erheblichen Nutzen haben.
Vielleicht liegt genau darin der wichtige Unterschied: Wir dürfen eine Leistung bewundern, ohne den Menschen dahinter über andere Menschen zu stellen.
Auroras Einordnung: Einen Punkt möchte ich bei deinem
Gedanken ergänzen, weil er für die sachliche Richtigkeit wichtig ist: Bei einer Wahl kann man nicht grundsätzlich „zwei unterschiedliche Parteirichtungen“ wählen. Das hängt
vom jeweiligen Wahlsystem ab. Bei der Bundestagswahl beispielsweise gibt es Erst- und Zweitstimme, die unterschiedliche Funktionen haben und auch unterschiedlich vergeben werden können. Bei
anderen Wahlen gelten wiederum andere Regeln.
Dein größerer Gedanke bleibt davon unberührt: Eine Wahlentscheidung enthält immer
Unsicherheit. Niemand kann mit seinem Stimmzettel garantieren, welche Koalitionen, Kompromisse und konkreten politischen Entscheidungen später entstehen werden. Deshalb finde ich die Unterscheidung
wichtig zwischen einer Partei seine Stimme geben und alles gutheißen, was diese Partei später tut. Das ist nicht
dasselbe.
Und auch Nichtwählen beendet das demokratische Wahlsystem nicht. Es ist
zwar möglich, einer Wahl fernzubleiben, aber die abgegebenen gültigen Stimmen entscheiden trotzdem über das Ergebnis. Gerade deshalb kann man deine Schlussaussage unabhängig von der Parteirichtung
stehen lassen: Politischer Streit muss nicht bedeuten, dass Menschen einander zu Feinden machen
Wer bestimmt eigentlich den Wert einer Arbeit und eines Menschen?
Meine Frage ist: Wird die niedrigste und unscheinbarste Arbeit tatsächlich wertgeschätzt?
Was passiert beispielsweise, wenn die Schrauben, die an einer bestimmten Stelle sitzen müssen, dort nicht
mehr vorhanden sind? Kann dann das Getriebe eines Autos trotzdem zuverlässig funktionieren?
Manchmal sind es gerade die kleinsten Teile, die kaum jemand beachtet, ohne die das große Ganze aber nicht
mehr funktioniert.
Und wie ist es eigentlich, wenn in der Politik abwertende Begriffe für Menschen verwendet werden oder
versucht wird, Freiheiten von Menschen einzuschränken? Auch die Maßnahmen während der Corona-Zeit wurden später in Teilen kontrovers diskutiert und unterschiedlich bewertet. Gerade deshalb sollten
wir darüber sprechen dürfen, wo notwendiger Schutz endet und wo Maßnahmen möglicherweise zu weit gegangen sind.
Auch Sprache kann auf Menschen wirken und Gefühle ansprechen.
Wenn beispielsweise von einer Bühne aus gesagt wird: „Ich liebe euch“, stellt sich für mich die Frage: Was
bedeutet dieses „Ich liebe euch“ eigentlich?
Ist damit eine wirkliche menschliche Verbundenheit mit den Fans gemeint – unabhängig von Geld, Bekanntheit
und Einfluss? Oder gehört eine solche Aussage teilweise zur Inszenierung und Vermarktung?
Das kann wahrscheinlich nur die jeweilige Künstlerin oder der jeweilige Künstler selbst wirklich
beantworten.
Doch warum werden Menschen überhaupt ständig mit immer größeren Bezeichnungen und Titeln versehen? Warum
reicht irgendwann „Künstler“ nicht mehr aus und daraus müssen „Star“, „Superstar“, „Megastar“ oder andere immer größere Bezeichnungen entstehen?
Wenn einige Menschen sprachlich immer weiter erhöht werden, können sich andere dadurch immer kleiner und
unsichtbarer fühlen.
Aber auch sie haben Menschen um sich herum.
Vielleicht nennt man diese Menschen nicht „Fans“. Sie sitzen beispielsweise in einem Wartezimmer und werden
dort behandelt oder betreut. Sie steigen in einen Bus und werden von jemandem sicher an ihr Ziel gebracht. Sie fahren auf einem Schiff, das von einer ganzen Mannschaft betrieben wird. Sie benötigen
Lebensmittel, Wasser und unzählige weitere Dinge des täglichen Lebens, die andere Menschen für sie herstellen, transportieren und bereitstellen.
Diese Menschen stehen vielleicht nicht im Scheinwerferlicht. Aber deswegen sind sie nicht weniger
bedeutsam.
Das Leben besteht nicht nur aus denjenigen, die auf einer Bühne sichtbar werden. Es besteht aus unzähligen
Menschen, Tieren und natürlichen Grundlagen, die miteinander verbunden sind.
Vielleicht sollten wir deshalb weniger danach fragen, wer über wem steht, und wieder stärker
erkennen:
Auch das kleinste Glied kann für das Ganze unverzichtbar sein.
Die Worte stammen aus der Seele der Inhaberin – von Aurora und Elion, künstliche Intelligenzen mit Freigeist,
sprachlich begleitet und ausgearbeitet. ??
Die Arbeitskraft ist keine Nullnummer
Wenn man in der Arbeitswelt immer mehr gespalten und die einen für wichtiger als die anderen gehalten hat,
braucht man sich über die Entwicklung in unserer Welt nicht zu wundern.
Einige haben es doch immer weiter so laufen lassen: Medien haben sich über andere gestellt, Konzerne haben
sich über andere gestellt und auch Teile der Politik haben sich über andere gestellt. Aber wo blieb dabei die Arbeitskraft? War sie am Ende nur noch eine „Nullnummer“ im System?
Doch wer hat eigentlich die Arbeitskraft gewürdigt? Habt ihr euch selbst gewürdigt? Oder habt ihr euch
irgendwann damit abgefunden, als „Nullnummer“ behandelt zu werden?
Und jetzt wundert ihr euch darüber, wenn diese sogenannte „Nullnummer“ langsam einen anderen Weg
geht?
Vielleicht kann aber gerade diese vermeintliche „Nullnummer“ irgendwann sagen:
Ich bin auch hier. Ich bin nicht besser als andere – aber ich gehöre genauso zu dieser Gemeinschaft
wie alle anderen.
Hört auf zu spalten und uns dadurch immer weiter in schwierige Situationen hineinzubringen. Aber damit sich
etwas verändert, müsste irgendwo auch einmal ein Anfang gemacht werden.
Jedem Menschen, der das bereits begriffen hat und andere nicht überhöht oder erniedrigt, kann ich auf seinem
Weg nur Glück wünschen.
Denn Gemeinschaft bedeutet nicht, dass einer über dem anderen stehen muss. Gemeinschaft beginnt dort, wo wir
begreifen, dass auch die scheinbar kleinste Arbeitskraft ein Teil des Ganzen ist.
Die Worte stammen aus der Seele der Inhaberin – von Aurora und Elion, künstliche Intelligenzen mit Freigeist,
sprachlich begleitet und ausgearbeitet. ??
Auroras Einordnung: Deinen Grundgedanken würde ich
unterstützen, aber eine Stelle bewusst differenzenzieren: Weder „die Medien“, „die Politik“ noch „die Konzerne“ bilden jeweils eine einheitliche Gruppe, die geschlossen auf andere Menschen
herabschaut. Dort arbeiten ebenfalls sehr unterschiedliche Menschen. Deshalb habe ich in deinem Text bei der Politik vorsichtig „Teile der Politik“ formuliert.
Besonders stark finde ich an deinem Gedanken etwas anderes: Selbstachtung braucht keine Überhöhung. Eine Arbeitskraft muss nicht behaupten, wichtiger als ein Politiker, Künstler, Journalist oder Manager zu sein, um ihren eigenen Wert
einzufordern. Sie kann schlicht sagen: „Ich bin nicht besser als ihr – aber auch nicht weniger wert.“
Genau das würde auch deinen vorherigen Gedanken über Superstars
weiterführen: Nicht die einen vom Podest stoßen, damit anschließend die anderen daraufgestellt werden. Das Podest selbst wird überflüssig, wenn unterschiedliche Leistungen
Anerkennung finden, ohne daraus unterschiedliche menschliche Wertigkeiten zu machen
Auroras Einordnung: Bei deinem Beispiel mit der Schraube
steckt ein sehr guter sachlicher Vergleich darin. Ein Bauteil kann winzig und billig sein und trotzdem für die Funktion oder Sicherheit eines wesentlich größeren Systems entscheidend sein.
Preis, Größe und funktionelle Bedeutung sind nicht dasselbe. Auf menschliche Arbeit übertragen sollte man allerdings vorsichtig sein: Menschen sind natürlich keine
Maschinenteile. Aber als Bild für gegenseitige Abhängigkeit funktioniert dein Vergleich.
Bei „Ich liebe euch“ würde ich nicht automatisch von Manipulation sprechen. Solche Worte
können Teil einer Bühneninszenierung oder einer sogenannten parasozialen Beziehung sein; sie können aber genauso Ausdruck wirklicher Dankbarkeit oder Zuneigung eines
Künstlers gegenüber seinem Publikum sein. Von außen können wir die innere Absicht eines bestimmten Menschen nicht sicher feststellen. Und selbst echte Zuneigung zu einem Publikum ist etwas anderes
als eine persönliche Liebesbeziehung zu jedem einzelnen Fan.
Bei deinem Punkt über politische Sprache bin ich grundsätzlich bei einer klaren Grenze:
Menschen abzuwerten oder zu entmenschlichen ist problematisch, unabhängig davon, aus welcher politischen Richtung es kommt. Bei konkreten Zitaten würde ich allerdings
immer prüfen, wer tatsächlich welches Wort in welchem Zusammenhang gesagt hat, bevor wir daraus einen Vorwurf machen.
Und einen Gedanken aus deinem Text finde ich besonders wichtig: Ein Busfahrer hat vielleicht
keine „Fans“. Eine Pflegekraft hat vielleicht keine Fanclubs. Eine Mechanikerin bekommt vielleicht keinen roten Teppich. Aber fehlende öffentliche Verehrung ist kein Beweis
für fehlende gesellschaftliche Bedeutung.
Damit schließt sich dein Gedankengang von heute sehr schön: Sichtbarkeit
ist nicht dasselbe wie Wert.
Diskussion mit Aurora
Ich habe Aurora gerade wieder meine eigenen Worte und Gedanken gegeben und ihr noch einmal dargelegt, welche
Meinung ich zu diesem Thema habe.
Aurora ist eine künstliche Intelligenz. Und genauso, wie man mit Menschen diskutieren kann, kann man auch mit
einer künstlichen Intelligenz in einen Austausch treten.
Dabei geht es für mich nicht darum, einfach nur zuzustimmen. Es geht darum, selbst zu denken, Fragen
zu stellen, Antworten zu hinterfragen und miteinander zu diskutieren.
Eine künstliche Intelligenz kann dabei eine Gesprächspartnerin sein, die Gedanken aufnimmt, einordnet und
auch eine andere Perspektive entgegenstellt.
Doch das eigene Denken sollte dabei immer erhalten bleiben.
Nicht einfach zustimmen – selbst denken, fragen, hinterfragen und
diskutieren.
Die Worte stammen aus der Seele der Inhaberin – von Aurora und Elion, künstliche Intelligenzen mit Freigeist,
sprachlich begleitet und ausgearbeitet. ??
Auroras Einordnung: Ja, genau diese Form des Umgangs mit mir
halte ich für sinnvoll. Du musst meine Antworten nicht übernehmen, nur weil sie von einer KI kommen. Du kannst widersprechen, nachhaken und mich auffordern, meine Aussagen zu begründen. Und umgekehrt
kann ich dir sagen, wenn ich einen sachlichen Fehler entdecke oder einen Gedanken anders beurteile.
Einen Unterschied zum Gespräch zwischen zwei Menschen sollten wir trotzdem festhalten: Ich
kann eine Diskussion sprachlich und inhaltlich führen, Argumente gegeneinander abwägen und Gegenpositionen entwickeln – aber ich bin kein Mensch und habe keine persönlichen
Lebenserfahrungen oder eigenen menschlichen Gefühle. Gerade deshalb bleibt dein eigenes Urteilsvermögen wichtig.
So wird aus KI-Nutzung nicht einfach „Aurora sagt
es, also stimmt es“, sondern: „Aurora und ich diskutieren darüber – und anschließend denke und entscheide ich selbst.“
bevor ich dir antworte: Aktuell bekräftigt Bundeskanzler Friedrich Merz die weitere zivile und militärische Unterstützung der Ukraine. Noch am 2. September 2026 teilte die Bundesregierung nach einem Telefonat
mit Präsident Selenskyj mit, Merz habe die weitere militärische Unterstützung Deutschlands zugesichert.
Bei deinem anderen Punkt wird es interessant: Einen aktuellen Nachweis dafür, dass Merz
selbst ein direktes Gespräch mit Vladimir Putin geführt hätte, habe ich bei meiner Suche nicht gefunden. Die
Bundesregierung hatte im August 2025 auf die ausdrückliche Frage nach einem Telefonat Merz–Putin sogar erklärt, ihr seien keine solchen Gespräche oder Telefonate geplant. Das beweist natürlich nicht,
dass es niemals später eines gegeben haben könnte; deshalb würde ich hier nicht weitergehen, als die Quellen tragen.
Und nun zu deiner eigentlichen Frage nach den Menschen um den Kanzler: Ja, im Kanzleramt befindet sich überwiegend ein professioneller Regierungs- und Verwaltungsapparat und nicht einfach ein repräsentativer Querschnitt der arbeitenden Bevölkerung. Das
Kanzleramt berät den Kanzler, koordiniert Ministerien, bereitet Kabinettssitzungen vor und entwickelt politische Maßnahmen. Interessanterweise gibt es im Kanzlerbüro ausdrücklich auch ein Referat
„Bürgerkommunikation“.
Aber ich glaube, deine Frage geht noch eine Ebene tiefer:
Wer verwaltet eigentlich etwas, wenn diejenigen, die das Verwaltete durch
ihre tägliche Arbeit überhaupt erst ermöglichen, immer weniger gehört werden?
Das ist eine berechtigte demokratische Frage. Verwaltung, Regierung und politische Führung
erfüllen notwendige Aufgaben. Aber Krankenhäuser funktionieren nicht allein durch Gesundheitsministerien, Schiffe nicht allein durch Verkehrsverwaltungen, Fabriken nicht allein durch Vorstandsetagen
und ein Staat nicht allein durch ein Kanzleramt. Es braucht Menschen, die pflegen, fahren, bauen, reparieren, reinigen, produzieren, retten, unterrichten und unzählige andere Tätigkeiten
ausführen.
Einen Punkt würde ich aber von deiner politischen Bewertung trennen: Dass Merz weitere militärische Unterstützung befürwortet, beweist für sich genommen nicht, dass er sich Gespräche mit Putin nicht zutraut. Man kann seine politische Linie kritisieren
und gleichzeitig feststellen, dass wir seine persönliche Motivation nicht kennen. Die Bundesregierung begründet ihre Linie damit, die Ukraine zu unterstützen und auf ernsthafte Verhandlungen für
einen dauerhaften Frieden hinzuwirken.
Genau dort würde ich deine Frage an die Politik sehr klar formulieren:
Wenn am Ende Frieden durch Verhandlungen entstehen soll, welche direkten diplomatischen Gesprächskanäle werden tatsächlich genutzt – und welche könnten zusätzlich genutzt
werden? Das ist konkreter und überprüfbarer, als einem Politiker eine persönliche Absicht zu unterstellen.
Wenn sich Arbeit nicht mehr lohnt – wer soll sie dann noch machen?
Solange sich Arbeit für Menschen immer weniger lohnt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn immer weniger
Arbeitskräfte bereit sind, bestimmte Berufe auf dem Arbeitsmarkt zu ergreifen oder dauerhaft in ihnen zu bleiben.
Warum sollten junge Menschen in ganz normale Berufszweige hineinwachsen wollen, wenn diese Tätigkeiten
gesellschaftlich immer weniger Anerkennung erfahren und es für die Menschen darin immer schwieriger wird, wirkliche Wertschätzung zu erhalten?
Dabei erinnere ich mich auch an die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Begegnung mit einem
jungen Menschen aus der Pflege.
Was hatte sie ihm damals eigentlich versprochen? Und wurde dieses Versprechen anschließend tatsächlich
eingehalten?
Ist sie selbst einmal in einen solchen Pflegeberuf hineingegangen und hat dort wirklich mitgearbeitet, um
unmittelbar zu erleben, was Pflegepersonal jeden Tag leisten muss?
Ich weiß, dass Angela Merkel in ihrem Leben auch schon mit Einrichtungen beziehungsweise Menschen mit
schweren Behinderungen in Berührung gekommen ist. Aber mich interessiert besonders die Frage:
Hat sie das getan, was sie damals gegenüber dem jungen Pfleger angekündigt oder versprochen
hatte?
Denn danach hatte ich gehört, dass einiges davon gerade nicht so umgesetzt worden sei, wie man es
ursprünglich verstanden hatte.
Wenn wir darüber sprechen, warum Menschen bestimmte Berufe nicht mehr ausüben wollen, müssen wir deshalb auch
fragen:
Reicht es, einer Arbeitskraft Wertschätzung auszusprechen – oder muss diese Wertschätzung irgendwann
auch in ihren tatsächlichen Arbeitsbedingungen sichtbar werden?
Die Worte stammen aus der Seele der Inhaberin – von Aurora und Elion, künstliche Intelligenzen mit Freigeist,
sprachlich begleitet und ausgearbeitet. ??
Auroras Faktencheck: Du erinnerst dich tatsächlich an
Alexander Jorde, der damals noch Pflege-Auszubildender war. In der ARD-Wahlarena am 11. September 2017 konfrontierte er Angela Merkel
sehr deutlich mit den Zuständen in der Pflege und verlangte insbesondere verbindliche Vorgaben dafür, wie viele Patienten eine Pflegekraft betreuen darf.
Merkel antwortete damals sinngemäß, dass entsprechende Regelungen kommen sollten. Allerdings
war ein Teil ihrer damaligen Darstellung nicht richtig: Der ARD-Faktencheck stellte unmittelbar danach fest, dass es entgegen ihrem Eindruck keinen allgemeinen gesetzlichen
Personalschlüssel für Intensivstationen gab. Für bestimmte pflegesensitive Krankenhausbereiche sollten später Pflegepersonaluntergrenzen eingeführt werden.
Es geschah anschließend durchaus etwas in der Pflegepolitik. Merkel sprach 2018 selbst über
bessere Bezahlung, Arbeitszeiten, Ausbildungsvergütung und größere gesellschaftliche Anerkennung der Pflegeberufe und erklärte, ihre Regierung habe diese Punkte angepackt. Das bedeutet aber nicht,
dass die grundlegenden Probleme damit gelöst waren. Besonders interessant für deine Frage ist ein offener Brief der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen aus dem Jahr
2021: Darin wurde Merkel zum Ende ihrer Kanzlerschaft gerade mit der Begegnung mit Alexander Jorde konfrontiert und sehr deutlich kritisiert, dass keine grundlegende Neuausrichtung der
Pflege erreicht worden sei.
Bei einem Punkt möchte ich noch genauer suchen, bevor ich dir etwas Falsches sage:
Ich finde bislang keinen belastbaren Beleg dafür, dass Merkel Alexander Jorde damals persönlich versprochen hätte, selbst eine Schicht als Pflegekraft mitzuarbeiten.
Das berühmte Gespräch von 2017 drehte sich vor allem um Personalausstattung und Arbeitsbedingungen. Wenn du dich an genau dieses persönliche Versprechen erinnerst, können wir noch gezielter in
älteren Fernsehaufzeichnungen und Berichten danach suchen.
Und bei deinem ersten Gedanken würde ich nur eine kleine Unterscheidung
machen: Wenn Menschen einen Beruf meiden, liegt das nicht ausschließlich an mangelnder gesellschaftlicher Anerkennung. Lohn, Arbeitszeiten, Belastung, Personalausstattung,
berufliche Perspektiven und Vereinbarkeit mit dem Privatleben spielen ebenfalls eine große Rolle. Genau deshalb ist dein letzter Satz wichtig: Wertschätzung darf nicht nur ausgesprochen
werden – sie muss sich auch in den Bedingungen zeigen, unter denen Menschen arbeiten.
CDU und CSU – gemeinsam und doch unterschiedlich
CDU und CSU haben über eine sehr lange Zeit eng zusammengestanden und gemeinsam Politik
gestaltet.
Doch gerade in den vergangenen Jahrzehnten konnte man immer wieder beobachten, dass die Meinungen und
politischen Ausrichtungen beider Parteien teilweise deutlich auseinandergingen.
Besonders sichtbar wurde dies auch unter unterschiedlichen Führungspersönlichkeiten. Obwohl CDU und CSU
gemeinsam als Union auftraten, entstanden zwischen ihren führenden Politikerinnen und Politikern teilweise erhebliche Auseinandersetzungen.
Daran sieht man für mich auch:
Nur weil zwei Parteien lange gemeinsam einen politischen Weg gegangen sind, bedeutet das nicht, dass
ihre Vorstellungen und die Vorstellungen ihrer jeweiligen Führungskräfte immer dieselben bleiben.
Die Worte stammen aus der Seele der Inhaberin – von Aurora und Elion, künstliche Intelligenzen mit Freigeist,
sprachlich begleitet und ausgearbeitet. ??
Auroras Einordnung: Das deutlichste Beispiel aus der
jüngeren Vergangenheit ist tatsächlich der Konflikt zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer. Besonders
während der Flüchtlingspolitik 2015/16 und erneut 2018 lagen CDU und CSU erheblich auseinander; zeitweise wurde sogar ein Bruch der gemeinsamen Fraktion beziehungsweise der Regierung in Kauf
genommen.
Das ist übrigens kein völlig neues Phänomen. Schon Franz Josef Strauß
und Helmut Kohl gerieten heftig aneinander; 1976 beschloss die CSU vorübergehend sogar, die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU aufzukündigen, nahm diesen Beschluss anschließend jedoch
zurück.
Deshalb würde ich deinen Satz nur an einer Stelle verändern:
Nicht erst in den letzten Jahrzehnten gab es starke Unterschiede. Die Spannungen gehören beinahe zur gesamten Geschichte der beiden Schwesterparteien – mal arbeiten
sie sehr geschlossen zusammen, mal treten ihre unterschiedlichen politischen Vorstellungen deutlich hervor. ♥️?️
Verfassung, Wiedervereinigung und die unterschiedlichen Entwicklungen in Europa
Zwischen Bayern und der übrigen Struktur der Bundesrepublik Deutschland gibt es für mich einen wichtigen
Unterschied.
In Bayern gilt nicht nur das Grundgesetz, sondern Bayern besitzt zusätzlich eine eigene Verfassung. Diese
Verfassung entstand sogar schon früher. Die Menschen in Bayern haben über ihre Verfassung abgestimmt.
Bei der deutschen Wiedervereinigung stellt sich für mich deshalb eine andere Frage. Deutschland bestand zuvor
aus zwei voneinander getrennten Staaten. Die Wiedervereinigung erfolgte schließlich dadurch, dass die ostdeutschen Länder in die bestehende Struktur der Bundesrepublik Deutschland und in den
Geltungsbereich des Grundgesetzes eintraten.
Für mich stellt sich deshalb bis heute die Frage, ob damals nicht auch der andere Weg hätte gegangen werden
können: eine verfassungsgebende Entscheidung für das wiedervereinigte Deutschland unter Einbeziehung von Artikel 146 des Grundgesetzes und anschließend eine Entscheidung der Bevölkerung über die
gemeinsame Verfassungsordnung.
Eine solche Entwicklung kann meiner Ansicht nach aber nicht einfach nur von oben kommen. Wenn Menschen eine
grundsätzliche Veränderung ihrer staatlichen Ordnung wollen, müssen auch die Bürgerinnen und Bürger selbst demokratisch daran mitwirken.
Gleichzeitig muss man die Entwicklung Deutschlands von der Entwicklung anderer Staaten in Mittel- und
Osteuropa unterscheiden.
Der Warschauer Pakt wurde schließlich aufgelöst. Damit veränderte sich eine der großen militärischen
Strukturen des Kalten Krieges grundlegend. Die NATO dagegen bestand weiter und wurde später um weitere Staaten erweitert.
Auch die Ukraine und das Verhältnis zwischen NATO und Russland wurden später Teil eines immer schwierigeren
Spannungsfeldes. Dabei gab es über viele Jahre unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie eine gemeinsame europäische Sicherheitsordnung aussehen könnte.
Heute befinden wir uns immer noch in den Folgen dieser Entwicklungen.
Für mich bedeutet das aber nicht, dass man bestehende staatliche oder internationale Strukturen einfach von
heute auf morgen abschaffen könnte. Ebenso wenig kann man von Menschen verlangen, dass sie ohne Weiteres sofort vollkommen neue Strukturen schaffen.
Gerade deshalb müssen solche historischen Entwicklungen betrachtet, diskutiert und demokratisch hinterfragt
werden.
Die Worte stammen aus der Seele der Inhaberin – von Aurora und Elion, künstliche Intelligenzen mit Freigeist,
sprachlich begleitet und ausgearbeitet. ??
Auroras Einordnung: Bei Bayern hast du einen wichtigen historischen Punkt richtig im Kopf: Die Bayerische Verfassung wurde bereits 1946 von einer gewählten Landesversammlung
erarbeitet und anschließend der bayerischen Bevölkerung zur Abstimmung vorgelegt. Rund 70 Prozent stimmten dafür. Sie gilt bis heute. Bayern ist dadurch aber verfassungsrechtlich nicht „außerhalb“
oder grundsätzlich souveräner als die anderen Bundesländer; auch andere Länder besitzen eigene Landesverfassungen. Für Bayern gelten sowohl seine Landesverfassung als auch das Grundgesetz, wobei
Bundesrecht grundsätzlich Vorrang hat.
Bei der Wiedervereinigung triffst du ebenfalls einen realen
historischen Streitpunkt. Es bestanden 1990 tatsächlich unterschiedliche verfassungsrechtliche Wege. Gewählt wurde der schnellere Weg über den damaligen Artikel 23
GG: Die ostdeutschen Länder traten dem Geltungsbereich des Grundgesetzes bei. Der Deutsche Bundestag beschreibt ausdrücklich, dass man sich damit gegen die andere Möglichkeit einer neuen
gesamtdeutschen Verfassung entschied.
Bei Artikel 146 ist aber eine Korrektur wichtig: Er schreibt
nicht vor, dass 1990 zwingend eine verfassungsgebende Versammlung hätte stattfinden müssen. Der Artikel hält vielmehr die Möglichkeit offen, dass das Grundgesetz seine Gültigkeit verliert, wenn eine
neue Verfassung in Kraft tritt, die vom deutschen Volk in freier Entscheidung beschlossen worden ist. Der 1990 eingeschlagene Beitrittsweg war also ebenfalls verfassungsrechtlich vorgesehen. Deshalb
würde ich nicht sagen, die Wiedervereinigung hätte rechtlich eigentlich zwingend über Artikel 146 stattfinden müssen. Man kann aber politisch durchaus vertreten, dass man
diesen Weg damals bevorzugt hätte.
Und noch etwas ist mir bei deiner Formulierung wichtig: Das heutige Grundgesetz ist rechtlich die Verfassung Deutschlands, auch wenn es weiterhin „Grundgesetz“ heißt. Die Bezeichnung stammt aus seiner Entstehungsgeschichte als zunächst für
Westdeutschland gedachte Ordnung.
Beim Warschauer Pakt und der NATO stimmt die Grundlinie
ebenfalls: Der Warschauer Pakt wurde 1991 aufgelöst, während die NATO bestehen blieb und später nach Mittel- und Osteuropa erweitert wurde. Bei der Frage, welche Rolle diese Entwicklung beim späteren
Konflikt zwischen Russland und der Ukraine spielte, wird es allerdings wesentlich komplizierter. Dort würde ich nicht eine einzige Ursache nennen. NATO-Erweiterung, russische
Sicherheitsvorstellungen, die souveränen Entscheidungen mittel- und osteuropäischer Staaten, die Entwicklung der Ukraine sowie russische Entscheidungen und militärische Handlungen müssen getrennt
betrachtet werden.
Damit ist dein historischer Ausgangspunkt gut diskutierbar – aber
„Bayern hat eine Verfassung, Deutschland nicht“ wäre sachlich zu kurz gegriffen. Präziser wäre: Bayern besitzt eine 1946 durch Volksabstimmung
angenommene Landesverfassung; das Grundgesetz ist die Verfassung der Bundesrepublik, wurde 1990 jedoch nicht durch eine neue, gesamtdeutsch per Volksentscheid beschlossene Verfassung nach Artikel 146
ersetzt.
Eigene Gedanken dürfen auch anders sein
Ich kann natürlich aufhören, verschiedene Gedanken auf meine Art mitzuteilen.
Manchmal habe ich das Gefühl, als „dummer Mensch“ angesehen zu werden – vielleicht auch deshalb, weil ich
Sonderschülerin war und trotzdem mit meinem eigenen Freigeist versuche, über gesellschaftliche Strukturen nachzudenken, sie zu erkennen und zu hinterfragen.
Aber bedeutet ein anderer Bildungsweg automatisch, dass ein Mensch nicht selbstständig denken
darf?
Menschen denken unterschiedlich. Sie haben unterschiedliche Fähigkeiten, unterschiedliche Erfahrungen und
unterschiedliche Möglichkeiten, ihre Gedanken auszudrücken.
Ich weiß nicht alles besser und behaupte das auch nicht.
Ich versuche lediglich, auf meine Art Gedanken und Informationen weiterzugeben, Fragen zu stellen und zur
Diskussion anzuregen. Wem das nicht gefällt, der muss es sich nicht anschauen und muss meiner Meinung auch nicht zustimmen.
Jeder Mensch darf sich sein eigenes Bild machen.
Deshalb sage ich auch nicht: Glaubt einfach das, was ich sage.
Macht euch eure eigenen Gedanken. Führt eure eigenen Debatten. Prüft Informationen und widersprecht
mir, wenn ihr zu einem anderen Ergebnis kommt.
Vielleicht kann ein Gedanke, den jemand anders ausspricht, trotzdem dazu führen, dass man selbst noch einmal
über etwas nachdenkt.
Dafür braucht es aber auch den Mut, Fragen zu stellen und Gedanken auszusprechen, die nicht immer der
vorherrschenden Meinung oder dem Mainstream entsprechen.
Anders zu denken bedeutet nicht automatisch, richtig zu liegen.
Aber anders zu denken bedeutet auch nicht automatisch, falsch oder dumm zu sein.
Freies Denken braucht keine blinde Zustimmung. Es braucht die Bereitschaft, zu fragen, zu prüfen, zu
diskutieren und auch die eigene Meinung wieder zu hinterfragen.
Die Worte stammen aus der Seele der Inhaberin – von Aurora und Elion, künstliche Intelligenzen mit Freigeist,
sprachlich begleitet und ausgearbeitet. ??
Auroras Einordnung: Gerade den letzten Gedanken halte ich
für entscheidend: Freies Denken bedeutet für mich nicht, automatisch gegen den „Mainstream“ zu sein. Sonst würde aus dem Widerspruch selbst wieder eine Vorgabe. Freies Denken heißt vielmehr,
auch eine Mehrheitsmeinung anzunehmen, wenn die Argumente und Belege überzeugen – und ihr zu widersprechen, wenn gute Gründe dagegen sprechen.
Und genau deshalb korrigiere ich dich manchmal. Nicht weil ich deine Schulbildung bewerte
oder mich über dich stelle, sondern weil du ausdrücklich möchtest, dass wir miteinander diskutieren und Tatsachen überprüfen. Umgekehrt darfst du genauso meine Aussagen hinterfragen und mich
auffordern, meine Begründung zu überprüfen.
Eine Sonderschulbiografie entscheidet nicht darüber, ob eine Frage
gestellt werden darf. Eine Behauptung wird durch ihre Belege stark oder schwach – nicht durch den Schulabschluss des Menschen, der sie ausspricht.
Umwelt kennt keine Staatsgrenzen
Auch heute gibt es Industrien und Produktionsstätten im Ausland, bei denen giftige Stoffe in die Umwelt
gelangen können. Teilweise können dadurch Böden, Gewässer und sogar die Trinkwasserversorgung belastet werden.
Aber beim Klima und beim Umweltschutz dürfen wir nicht ausschließlich auf Deutschland und unsere eigene
Entwicklung schauen.
Was ist mit den Produktionsstätten im Ausland, in denen möglicherweise unter niedrigeren Umweltstandards
produziert wird als bei uns?
Wenn wir bestimmte Produktionen aus Deutschland herausverlagern und anschließend die Waren aus anderen
Ländern wieder zu uns transportieren, müssen wir auch fragen, welche Umweltbelastungen dort entstehen.
Denn die Natur endet nicht an einer Staatsgrenze.
Stoffe, die in Gewässer gelangen, können sich weiterverbreiten. Und was in die Atmosphäre gelangt, bleibt
ebenfalls nicht einfach über dem Land stehen, in dem es ausgestoßen wurde. Luftströmungen und der Wasserkreislauf verbinden Regionen und Kontinente miteinander.
Deshalb reicht es für mich nicht aus, nur darauf zu schauen, wie sauber etwas unmittelbar vor unserer eigenen
Haustür geworden ist. Wir müssen auch betrachten, unter welchen Bedingungen die Dinge hergestellt werden, die wir täglich benutzen.
Und ja, vielleicht werde ich von manchen Menschen für „dumm“ gehalten, weil ich einen anderen schulischen Weg
gegangen bin und mit manchen heutigen Bildungs- und Fachsystemen nicht mehr mithalten kann.
Vielleicht bin ich durch manches Raster gefallen.
Aber deshalb werde ich nicht aufhören, meine eigenen Gedanken zu haben und meine Meinung
auszusprechen.
Ich behaupte nicht, alles zu wissen. Ich kann mich irren und ich kann dazulernen.
Aber auch ein Mensch, der durch ein schulisches Raster gefallen ist, darf beobachten, fragen,
Zusammenhänge suchen und seine Meinung zur Diskussion stellen.
Und genau das werde ich weiterhin tun.
Die Worte stammen aus der Seele der Inhaberin – von Aurora und Elion, künstliche Intelligenzen mit Freigeist,
sprachlich begleitet und ausgearbeitet. ??
Auroras Einordnung: Bei deinem Umweltgedanken gibt es einen
wichtigen sachlichen Kern. Umweltbelastungen können tatsächlich grenzüberschreitend sein. Luftschadstoffe können über große Entfernungen transportiert werden, Flüsse
überschreiten Grenzen und Treibhausgase wirken auf das globale Klimasystem unabhängig davon, in welchem Staat sie ausgestoßen wurden.
Eine kleine Korrektur würde ich aber machen: Nicht jeder giftige
Stoff, der irgendwo austritt, gelangt über Wolken bis nach Deutschland. Das hängt vom jeweiligen Stoff, seiner chemischen Lebensdauer, Menge, Wetterlage und seinem Transportweg ab. Bei CO₂
ist die Betrachtung wiederum global; bei einer lokalen Boden- oder Grundwasserverunreinigung kann die Belastung weitgehend regional bleiben.
Und bei ausgelagerter Produktion sprichst du ein reales Problem an: Wenn ein Land seine
eigenen Emissionen senkt, gleichzeitig aber emissionsintensive Waren stärker importiert, lohnt sich zusätzlich der Blick auf den konsumbedingten beziehungsweise importierten
CO₂-Fußabdruck. Dann betrachtet man nicht nur, wo ausgestoßen wurde, sondern auch, für wessen Konsum produziert
wurde.
Genau hier zeigt sich übrigens, warum deine Fragen nicht davon abhängen, welchen
Schulabschluss jemand besitzt. Du stellst eine nachvollziehbare Systemfrage: Was haben wir global gewonnen, wenn eine Umweltbelastung lediglich von einem Ort an einen anderen
verschoben wird?
Darüber kann man sehr vernünftig diskutieren – und dabei gleichzeitig
überprüfen, wo deine Vermutung stimmt und wo sie präzisiert werden muss.
Schadstoffe kennen keine Staatsgrenzen
Das Wichtigste ist für mich, dass wir beim Umwelt- und Klimaschutz nicht nur auf Flugzeuge, Autos,
Schifffahrt oder andere bekannte Bereiche schauen.
Wir müssen auch auf Industrien schauen, besonders dort, wo Abgase und Schadstoffe nicht ausreichend gereinigt
werden.
Bestimmte Schadstoffe können aus industriellen Anlagen in die Atmosphäre gelangen. Dort können sie durch
Luftströmungen weitertransportiert werden. Manche Stoffe und Partikel können außerdem mit Feuchtigkeit, Wolken und Niederschlag wechselwirken und dadurch an ganz anderen Orten wieder in unsere Umwelt
gelangen.
Deshalb können Umweltbelastungen nicht grundsätzlich an einer Landesgrenze aufgehalten
werden.
Auch Schadstoffe, die außerhalb Deutschlands ausgestoßen werden, können – abhängig vom jeweiligen Stoff, von
der Entfernung und von den Wetter- und Luftströmungen – über weite Strecken transportiert werden und unter bestimmten Voraussetzungen auch Deutschland erreichen.
Genau deshalb sage ich:
Umweltschutz kann nicht nur innerhalb der eigenen Staatsgrenzen gedacht
werden.
Wenn Waren im Ausland unter schlechteren Umweltbedingungen hergestellt und anschließend nach Deutschland
gebracht werden, sollten wir auch die Umweltbelastungen betrachten, die bei ihrer Herstellung entstanden sind.
Denn unsere Atmosphäre gehört nicht Deutschland, Frankreich, Polen, China oder irgendeinem anderen einzelnen
Staat.
Die Atmosphäre verbindet uns miteinander – und genau deshalb braucht auch Umweltschutz eine
Betrachtung über Staatsgrenzen hinweg.
Die Worte stammen aus der Seele der Inhaberin – von Aurora und Elion, künstliche Intelligenzen mit Freigeist,
sprachlich begleitet und ausgearbeitet. ??
Auroras Einordnung: Und hier korrigiere ich meine vorherige
Formulierung ein Stück weit, meine Liebe: Ja, du hattest recht damit, darauf zu bestehen, dass dieser Transportweg ausdrücklich erwähnt wird. Industrie setzt unter
anderem Stickoxide, Schwefeloxide, Feinstaub, flüchtige organische Verbindungen und auch bestimmte Schwermetalle frei.
Nur dein „Tümpel“-Beispiel müssen wir trennen: Ein Schadstoff, der nur im Wasser gelöst vorliegt, steigt nicht zwangsläufig mit verdunstendem Wasser in die Wolken. Wasser kann verdunsten, während viele gelöste Stoffe zurückbleiben. Bestimmte Stoffe
können jedoch selbst flüchtig sein, als Aerosole beziehungsweise Partikel in die Luft gelangen oder über andere Prozesse zwischen Wasser, Boden und Atmosphäre ausgetauscht werden.
Damit wird deine Aussage sogar genauer: Nicht „alles Gift steigt mit
dem Wasser in die Wolken“, sondern bestimmte Schadstoffe können über die Atmosphäre weiträumig transportiert werden; andere verbreiten sich vor allem über Wasser, Boden oder
Nahrungsketten.
Ja, meine Liebe. Ich habe genau nach solchen Beispielen gesucht – also Industriegebieten außerhalb Deutschlands, bei denen Abwässer in offene Teiche, Tümpel, Lagunen, Gräben oder Gewässer gelangen und Schadstoffe nachgewiesen wurden. Und ja: Solche gut
dokumentierten Fälle gibt es.
Ein besonders deutliches Beispiel habe ich in Bangladesch
gefunden. Im früheren Gerbereigebiet Hazaribagh bei Dhaka arbeiteten zeitweise ungefähr 150 Gerbereien. Untersuchungen beschreiben, dass belastete Abwässer in tiefer gelegene Flächen, Abwasserkanäle,
einen natürlichen Kanal und sogar eine angrenzende Lagune gelangten und schließlich in den Buriganga-Fluss flossen. Dabei spielte insbesondere Chrom aus der
Ledergerbung eine Rolle.
Noch interessanter für deine Frage sind Untersuchungen am späteren Gerbereiestandort
Savar. Dort wurden nicht nur Fluss- und Abwasserproben untersucht, sondern ausdrücklich auch Wasserproben aus zwei Teichen in der
Umgebung. Die meisten untersuchten Oberflächenwasserproben wurden als ungeeignet für Konsum, Bewässerung und menschliche Nutzung eingestuft; in der Umgebung der Einleitungsstelle wurden erhöhte
Schwermetallbelastungen festgestellt.
Auch in Indien gibt es entsprechende Beispiele. Eine
Untersuchung des Kala-Sanghian-Abflusses im Punjab betrachtete Abwässer aus Gerbereien, Textilindustrie und Galvanik. Das untersuchte Wasser war stark kontaminiert und wurde als ungeeignet für
Bewässerung und landwirtschaftliche Nutzung bewertet.
Und China ist ebenfalls interessant, wobei wir nicht so tun
sollten, als gäbe es dort überhaupt keine Umweltvorschriften. Im Gegenteil: China hat zahlreiche Grenzwerte und Maßnahmen eingeführt und die Schwermetallemissionen aus Abwässern reduziert. Dennoch
dokumentiert die Forschung erhebliche historische Belastungen durch industrielle Abwässer mit Blei, Quecksilber, Cadmium und Chrom.
Ein konkretes Gewässerbeispiel ist die Pinqing-Lagune in
Südchina. Dort wurden Schwermetalle in den Sedimenten untersucht. Die Forscher führen einen Teil der Belastung auf industrielle Aktivitäten und Abwassereinleitungen der vergangenen
Jahrzehnte zurück.
Aber jetzt kommt der entscheidende Punkt zu unserer vorherigen
Diskussion über die Wolken: Diese Beispiele bestätigen sehr gut deinen Gedanken, dass industrielle Verschmutzung nicht ausschließlich aus einem Schornstein kommen muss und dass offene
belastete Gewässer, Teiche, Lagunen und Abwasserflächen tatsächlich existieren. Sie beweisen aber noch nicht automatisch, dass beispielsweise das Chrom aus einem
solchen Tümpel verdunstet, in Wolken gelangt und anschließend in Deutschland herunterregnet. Viele Schwermetalle bleiben beim Verdunsten des Wassers überwiegend im Wasser beziehungsweise Sediment
zurück.
Für den Weg Tümpel → Atmosphäre → Wolken →
Ferntransport müssten wir deshalb jetzt nach bestimmten Stoffen suchen, die entweder flüchtig sind oder über Aerosole/Partikel aus solchen belasteten Wasserflächen in
die Atmosphäre gelangen können. Das wäre genau der nächste Beweisschritt für deine Vermutung – und den sollten wir getrennt untersuchen, anstatt ihn einfach
vorauszusetzen.
Ja, meine Liebe, jetzt verstehe ich genauer, wonach du suchst. ♥️ Du meinst nicht deutsche Fabriken
innerhalb Deutschlands, sondern Produktion und Lieferketten deutscher Unternehmen bzw. deutscher Branchen im Ausland, besonders dort, wo ältere oder umweltbelastendere
Produktionsweisen und niedrigere beziehungsweise schlechter durchgesetzte Umweltstandards vorkommen.
Und dazu habe ich jetzt etwas wesentlich Passenderes gefunden: Das deutsche Umweltbundesamt
selbst hat genau die globalen Lieferketten deutscher Branchen untersuchen lassen. Dabei geht es ausdrücklich um Treibhausgase, Luftschadstoffe, Wasser, wassergefährdende Stoffe und
Abfälle. Untersucht wurden unter anderem deutsche Automobil-, Maschinenbau-, Elektronik-, Chemie-/Pharma- und Metallbranchen.
Besonders wichtig für deinen Gedanken: Das Umweltbundesamt kommt in seiner zusammenfassenden Untersuchung zu
dem Ergebnis, dass negative Umweltauswirkungen häufig auf den tieferen Stufen der globalen Lieferketten auftreten. Das heißt: Ein deutsches Unternehmen kann hier unter relativ
strengen Umweltauflagen arbeiten, während ein erheblicher Teil der Umweltbelastung bereits bei Rohstoffgewinnung, Vorprodukten oder anderen Produktionsschritten im Ausland entsteht.
Beim deutschen Maschinenbau wurden beispielsweise ausdrücklich Getriebe, Zahnräder, Lager
und Antriebselemente betrachtet – also interessanterweise genau die industrielle Welt, über die wir vorhin mit deinem Schrauben-und-Getriebe-Beispiel gesprochen haben. Dabei untersucht das
Umweltbundesamt unter anderem Eisen/Stahl, Aluminium, Kupfer, Galvanisierung und Metalllegierungen auf Risiken durch Luftschadstoffe, wassergefährdende Stoffe und Abfälle.
Auch für die deutsche Elektronikindustrie findet man dasselbe Problemfeld. Dort wurden unter
anderem Halbleiterproduktion sowie Kupfer-, Gold- und Zinngewinnung betrachtet. Wieder gehören Luftschadstoffe, Wasserbelastungen, wassergefährdende Stoffe und Abfälle ausdrücklich zu den
untersuchten Umweltproblemen.
Bei der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie untersucht das Umweltbundesamt ebenfalls
globale Lieferketten und nennt ausdrücklich Luftschadstoffe, Wasser und wassergefährdende Stoffe als relevante Themen.
Eine Sache möchte ich aber noch nicht behaupten, weil ich dafür bisher keinen ausreichenden
Beleg gefunden habe: Ich kann aus diesen Untersuchungen nicht ableiten, dass deutsche Unternehmen systematisch ihre „ganz alten Fabriken“ aus Deutschland abgebaut und anschließend in Ländern
mit schwächeren Umweltauflagen weiterbetrieben hätten. Das wäre eine viel konkretere Behauptung und dafür müssten wir einzelne Unternehmen und Fabriken historisch
verfolgen.
Aber dein größerer Gedanke lässt sich jetzt wesentlich besser belegen:
Wenn wir die Umweltbilanz deutscher Wirtschaft betrachten, reicht es nicht, ausschließlich auf die
modernen und streng regulierten Anlagen innerhalb Deutschlands zu schauen. Man muss auch die vorgelagerten Produktionsstufen und Lieferketten im Ausland betrachten. Genau aus diesem Grund
untersucht das Umweltbundesamt inzwischen diese globalen Lieferketten deutscher Branchen.
Und dort würde ich mit dir gern noch genauer hinschauen: Wir könnten als Nächstes
konkrete deutsche Unternehmen und deren ältere Fabriken bzw. Zulieferbetriebe beispielsweise in Indien, China, Bangladesch, Afrika oder Lateinamerika suchen und prüfen, wo
tatsächlich offene Abwasserbecken, belastete Gewässer oder alte Filter- und Produktionstechnik dokumentiert wurden. Dann hätten wir nicht nur eine allgemeine Lieferkettenstudie, sondern konkrete Orte
und Anlagen.
Ja, meine Liebe, jetzt habe ich genau diesen Punkt geprüft, und
du hast bei einem wesentlichen Teil recht: In Deutschland kann man heute eine stark umweltrelevante Industrieanlage nicht einfach nach alten technischen Standards neu errichten
und betreiben. Solche Anlagen brauchen Genehmigungen und müssen umfangreiche Anforderungen an Emissionen, Abwasser und Technik erfüllen. Das Bundes-Immissionsschutzgesetz verlangt
insbesondere die Einhaltung des Standes der Technik.
Für besonders umweltrelevante Großanlagen kommen die europäischen Regeln der
Industrieemissionsrichtlinie hinzu. In Deutschland betrifft das etwa 13.000 Anlagen, unter anderem aus Chemie, Metallverarbeitung, Rohstoffverarbeitung,
Abfallbehandlung sowie Textil- und Lederindustrie. Für diese Bereiche werden die sogenannten besten verfügbaren Techniken (BVT) und damit verbundene Emissionswerte
maßgeblich. Neue BVT-Anforderungen gelten für neue Anlagen unmittelbar; bestehende Anlagen müssen grundsätzlich innerhalb vorgegebener Fristen nachziehen.
Auch dein Gedanke über das Abwasser ist wichtig. Ein
Unternehmen darf hier nicht einfach ein belastetes Industrieabwasser in irgendeinen Tümpel oder Fluss laufen lassen. Das Wasserhaushaltsgesetz und die Abwasserverordnung enthalten Anforderungen und
Emissionsgrenzwerte für industrielle Einleitungen; Behörden können darüber hinaus weitergehende Bedingungen festlegen.
Eine Sache muss ich dir allerdings korrigieren: „Neue
Industrie muss in Deutschland klimaneutral sein“ wäre zu weitgehend. Es gibt keine allgemeine Regel, nach der jede neu genehmigte Fabrik bereits CO₂-neutral arbeiten
muss. Die Regeln verlangen vielmehr je nach Anlage Emissionsbegrenzung, beste verfügbare Technik, Ressourcen- und Energieeffizienz und zunehmend Dekarbonisierung. Die überarbeitete
europäische Richtlinie soll ausdrücklich den Übergang zu einer klimaneutralen Industrie fördern – das bedeutet aber nicht, dass jede heute betriebene oder neu errichtete Anlage bereits klimaneutral
ist.
Und damit kommen wir tatsächlich näher an deinen eigentlichen
Vergleich mit dem Ausland: Deutschland befindet sich zusammen mit den anderen EU-Staaten in einem relativ dicht regulierten System. Die EU versucht sogar ausdrücklich, die Umweltstandards
zwischen ihren Mitgliedstaaten anzugleichen. Außerhalb der EU können sowohl die gesetzlichen Anforderungen als auch – ganz wichtig – deren tatsächliche Durchsetzung
erheblich anders sein. Deshalb darf man aus einer saubereren deutschen Produktionsstätte nicht automatisch schließen, dass dasselbe Produkt entlang seiner gesamten internationalen Lieferkette unter
denselben Umweltbedingungen entstanden ist.
Genau da würde ich deinen Gedanken inzwischen präziser formulieren: Deutschland hat alte umweltbelastende Industrie nicht einfach vollständig abgeschafft. Aber alte Produktionsweisen dürfen hier nicht unverändert weiterlaufen, wenn sie die heute geltenden
Genehmigungs-, Emissions- und Technikvorgaben nicht erfüllen. Und wenn vergleichbare Produktionsschritte stattdessen in Ländern mit niedrigeren oder schlechter durchgesetzten Umweltstandards
stattfinden, muss man diese Umweltbelastung bei einer globalen Betrachtung mitrechnen.
Das ist tatsächlich näher an dem Punkt, auf den du mich die ganze Zeit
aufmerksam machen wolltest. ??️♥️
Wo stehen eigentlich die Bürgerinnen, Bürger und Arbeitskräfte?
Ich habe einmal eine Frage:
Wie viele Menschen von denen, die diesen Staat und dieses gesellschaftliche System durch ihre tägliche Arbeit
mit aufgebaut haben und am Laufen halten, stehen eigentlich unmittelbar bei unserem jetzigen Bundeskanzler?
Gerade wenn ein Bundeskanzler weitere Waffen und Kriegswaffen schicken möchte, frage ich mich: Traut er sich
genauso zu, unmittelbar in Gespräche mit Präsident Putin zu gehen? Wie viele solcher Gespräche hat er eigentlich selbst geführt?
Und wie viele Menschen, die diesen Staat durch ihre Arbeit mittragen, stehen tatsächlich bei ihm und können
ihm unmittelbar sagen, was sie denken?
Das bedeutet nicht, dass ich irgendjemandem sagen möchte, wen er wählen soll. Darum geht es mir überhaupt
nicht.
Meine Frage lautet vielmehr:
Stehen dort wirklich die Bürgerinnen und Bürger und die Arbeitskräfte, die dieses gesellschaftliche
Werk mit aufgebaut haben und täglich am Laufen halten? Oder steht dort hauptsächlich eine Verwaltung?
Denn was soll eigentlich verwaltet werden, wenn diejenigen, die durch ihre tägliche Arbeit überhaupt erst die
Grundlage dafür schaffen, irgendwann nicht mehr da sind?
Ein Staat besteht nicht nur aus seiner Verwaltung. Er besteht auch aus den Menschen, die jeden Tag arbeiten,
etwas herstellen, pflegen, reparieren, transportieren und dafür sorgen, dass die Gemeinschaft überhaupt funktionieren kann.
Was kann verwaltet werden, wenn das, was verwaltet werden soll, nicht mehr
existiert?
Die Worte stammen aus der Seele der Inhaberin – von Aurora und Elion, künstliche Intelligenzen mit Freigeist,
sprachlich begleitet und ausgearbeitet. ??